Hej Schweden – drei Tage in Småland und Öland mit ganz viel Spaß, Genuss und Kultur

Hej Schweden – drei Tage in Småland und Öland mit ganz viel Spaß, Genuss und Kultur

Werbung / dieser Post ist entstanden im Rahmen einer Pressereise

Schweden – schon so lange steht das skandinavische Land auf meiner Travel Bucket List. Eigentlich wollte ich in diesem Jahr mit meiner Familie mit einem Camper für drei Wochen nach Schweden. Aber nicht nur wir haben Vanluft geschnuppert, anscheinend ist das wirklich gerade sehr im Trend und es waren bereits alle Camper für den Sommer ausgebucht. Da kam die Einladung zu einer Pressereise nach Småland und Öland gerade recht, denn so konnte ich schon einmal ein bisschen schwedische Luft schnuppern und Kultur, Land und Leute kennen lernen – und was soll ich sagen? Es ist genau so schön, wie ich es mir vorgestellt habe!

Anreise nach Smaland

Die meisten Urlauber fahren wohl mit dem Auto oder eben gleich dem Camper nach Smaland oder Öland – wegen der kurzen Zeit und wie bei Bloggerreisen üblich sind wir aber geflogen und zwar von Düsseldorf über Amsterdam bis zum kleinen Flughafen in Växjö. Das war unkompliziert und ging recht schnell, von dort sind wir mit einem kleinen Van durch die schwedische Landschaft gedüst. Wir, das sind übrigen Carl von der Agentur, Lina, Nicolo und Ricardo.

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Tag 1 / Das Glasreich und Ankunft in Kalmar

Nach unserer Ankunft in Växjö ist unser erster Stop die Glass Factory in Boda. Ehrlich gesagt habe ich mich vorher noch nie mit dem Thema Glasbläserei beschäftigt. Die Glass Factory verfügt über Schwedens umfassenste Kunstsammlung, die aus rund 30.000 Objekten aus verschiedenen Glashütten von mehr als 40 Künstlern besteht, die mit Glas gearbeitet haben. Die Künstler kommen aus der ganzen Welt um in Boda für einige Zeit zu leben und zu arbeiten. Die  Glasfabrik  ist Schwedens einziges neu ausgerichtetes Glasmuseum, das mit seinen kontinuierlichen und qualitätsgesicherten Glasaktivitäten einmalig ist. Den Künstlern bei ihrer Arbeit zuzusehen ist faszinierend und eine schweißtreibende Angelegenheit, denn in unmittelbarer Nähe der Öfen ist es sehr heiß. Die Atmosphäre ist großartig – viele Künstler aus den verschiedensten Ländern arbeiten, leben und feiern in Boda, bis es sie irgendwann weiterzieht. Gerade ist ein DJ aus Japan zu Gast, der coole Musik auflegt. Wir dürfen selber ein Glas blasen, was ganz schön anstrengend ist. Zum Glück gibt es erst einmal eine Fika, die berühmte schwedische Kaffeepause mit Kaffee und Gebäck. Davon habe ich schon einmal gehört, aber Maja, die Museumsdirektorin, erzählt uns, das Fika nicht einfach eine Kaffeepause, sondern in Schweden wirklich eine Institution ist. Die Fika ist wichtiges Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens, man kommt zusammen, erzählt, trinkt Kaffee und macht bewusst Pause. Wie genießen die Pause und nutzen sie um uns ein bisschen besser kennen zu lernen. Viel zu schnell müssen wir aufbrechen. Am liebsten hätte ich noch eine der vielen tollen Vasen aus dem Museumsshop mitgenommen, aber dafür ist leider kein Platz in meinem Handgepäck. Ich muss wohl noch einmal wieder kommen!

Von Boda geht es weiter nach Kalmar. Hier kommen wir erst am frühen Abend an – es bleibt nur noch Zeit für ein Abendessen und einen ersten Blick auf Schloß Kalmar, das wir aber erst zu einem späteren Zeitpunkt der Reise besuchen werden.

Übernachtet   Slottshotellet Kalmar
Gereist              50 Minuten von Växjö bis Boda, weitere 30 Minuten bis Kalmar
Highlight          Die Atmosphäre in der Glasbläserei – Schweiß, Öfen, Kunst und coole Musik.

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Tag 2 / Kalkplateau ‘Stora Alvaret’, Burg Eketorp, Lange Jån, Schloss Soliden und Schloss Borgholm

Am nächsten Morgen starten wir früh, denn es geht nach Öland und der Tag ist ist vollgepackt mit Kultur und Natur. Unser erster Stop ist das Kalkplateau Stora Alvaret, eine karge Landschaft ganz im Süden, die zum Weltkulturerbe gehört. Hier wachsen viele sehr seltene Pflanzen, Story Alvaret ist ausserdem eine der letzten naturbelassenen Karstlandschaften in Europa. Von hier fahren wir zuerst kurz an die Küste und dann weiter zur Burg Eketorp, eine alte Fluchtburg in der Stora Alvaret. Ein bisschen fühlen wir uns wie Wikinger, während wir durch die kleine Burg und den Innenhof streifen. In die Realität holt uns eine WiFi Bank, die vor der Burg steht und Wanderer und Besucher mit Netz versorgt während sie in der kargen Landschaft unterwegs sind. Von einem solchen Fortschritt kann man in Deutschland nur träumen.

Nach dem Besuch des langen Jan, Ölands berühmtem Leuchtturm, geht es weiter zum Schloss Soliden, dem Sommersitz der schwedischen Königsfamilie. Hier kann man auch durch den wunderschönen Garten spazieren, auch dann, wenn die Königsfamilie hier Sommerurlaub macht. Ich finde das sehr sympatisch und hoffe darauf dass vielleicht Kronprinzessin Victoria gleich um die Ecke kommt, aber leider fängt es heftig an zu gewittern, so dass wir ins Schloßcafé flüchten und – natürlich – erstmal eine Fika machen. Ich esse zum zweiten Mal Silvia Kuchen (weil er einfach sooo lecker ist, das Rezept finde ich noch raus und verblogge es), ein köstlicher Butterkuchen mit Kokosflocken. Man muss Schweden alleine schon wegen dieser Tradition einfach lieben! Leider habe ich aufgrund des Regens kein schönes Bild von Schloss Soliden machen können, aber auch der Garten ist wunderschön. Besonders gut gefallen hat mir das es keinen Spielplatz gibt, sondern an unterschiedlichen Stellen im Garten Spielmöglichkeiten versteckt integriert wurden – zum Beispiel Klangelemente, ein Pferdeparcour und viele Versteckmöglichkeiten.

Weiter geht es zum Schloss Borgholm – die Atmosphäre ist durch das Gewitter gespenstisch und wir fühlen uns alle ein bisschen wir in Game of Thrones. Auf einer Anhöhe über der Ostsee auf der Westseite der Insel Öland steht erhaben ein Schloss beziehungsweise das was von ihm nach einem Feuer im 19. Jahrhundert übrig geblieben ist. Das Schloss wurde 1803 durch einen Brand zerstört, heute ist es zu Recht eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Schwedens. Es dient häufig als Kulisse für Konzerte und man kann hier heiraten und feiern. Und auf dem Thron Platz nehmen, wenn man das möchte. Vielleicht kommt dann auch ein Drache um die Ecke ;).

Übernachtet    Drottning Victorias Hotell
Gereist               insgesamt ca. drei Stunden über die südliche Insel
Highlight          Schloss Soliden, der köstliche Silvia Kuchen und Schloss Borgholm mit seiner mystischen                                Atmosphäre

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Tag 3 / Schloss Kalmar / Bullerbü / Katthult Hof / Astrid Lingrens Näs

Am nächsten Morgen brechen wir früh auf, denn es geht zurück nach Småland. Auf dem Weg Richtung Vimmerby stoppen wir noch einmal in Kalmar, wo wir Schloss Kalmar besichtigen und viel über die Geschichte des Schlosses erfahren. Das Kalmarer Schloss ist ein Symbol für die Stadt Kalmar. Es beherbergt eine Geschichte voller Großmachtpolitik, Hofintrigen, Erstürmungen und blutiger Kriege. Heute ist das Schloss ein allgemein beliebter und in höchstem Maße lebendiger Ort – und das zu Recht. Normalerweise besichtige ich nicht unbedingt Schlösser, wenn ich im Urlaub bin, aber die Reise nach Småland und auch nach Öland hat mich offener gemacht. Vor allem Schloss Kalmar hat mich wirklich beeindruckt, vielleicht auch wegen der tollen Ausstellung über Vincent van Gogh. „Van Gogh Alive – The Experience“ ist eine multimediale Schau mit Animationsgrafiken und Musik in Kinoqualität. In großflächigen Projektionen mit brillanter Schärfe werden die Gemälde des Meisters zum Leben erweckt. Als Besucher der Ausstellung taucht man ein in die Bilderwelt des Vincent van Gogh, eine Welt voller Licht, Farben und Töne. Die Ausstellung war wirklich beeindruckend und hat mich nachhaltig begeistert. Auch wenn ich sonst nicht soooo kunstinteressiert bin, eine solche interaktive Ausstellung bringt einem einen Künstler viel näher als mancher Museumsbesuch. Es war ein fast schon cineastisches Erlebniss.

Von Kalmar geht es weiter nach Småland. Wir fahren durch Wälder und vorbei an Seen, bevor uns der kleine Van in einem entzückenden Ort ausspuckt – Bullerbü. Hier machen wir natürlich erstmal eine Fika, bevor wir an den gerade mal drei kleinen Häusern, der Scheune und einem kleinen Café vorbei gehen. Erst als wir zurück am Parkplatz sind wird uns klar, das Bullerbü wirklich winzig ist und genau so idyllisch, wie man es sich vorstellt. Mir fällt vor allem eins auf, auch an den weiteren Stationen des Tages: alles ist wahnsinnig entspannt und herzlich. Man merkt wie stolz die Schweden auf die Werke Astrid Lindrens sind, aber sie machen trotzdem nur ein leises Aufheben darum. In anderen Ländern wäre das sicher anders. Und das macht es noch sympathischer als es nicht ohnehin schon ist.

Von Bullerbü geht es weiter nach Katthult und ab diesem Zeitpunkt verfalle ich ganz plötzlich in eine Nostalgie und fühle mich zurück versetzt in meine Kindheit. Tatsächlich kenne ich Bullerbü natürlich, aber Michel, Pippi Langstrumpf und vor allem die Brüder Löwenherz, das waren Teile meiner Kindheit und die Geschichten, die ich meinen eigenen Kindern rauf und runter vorgelesen habe ebenso wie die Filme, die wir auf dem Sofa in Decken gekuschelt gefühlt hunderte Male gesehen haben. In Katthult werden wir vom Enkel der Dame empfangen, die auf dem Hof lebte als eines Tages ein Filmteam an die Tür klopfte um zu fragen, ob man hier einige Geschichte von Astrid Lindgren verfilmen dürfte. Zum Glück hat die Dame ja gesagt! Katthult ist ein Paradies und noch immer in Privatbesitz. Seit 1898 ist es im Besitz der Familie. Wir haben uns sehr nett mit den Besitzern unterhalten, die diesen kulturellen Schatz bewohnen und es als ihre Aufgabe sehen, den kulturellen und historischen Wert dieses Bauernhofes und Drehortes der Michel-Filme zu bewahren. Der Katthult Hof ist aus diesem Grund auch nur zwischen Juni und August zu besichtigen.

Bevor wir nach Vimmerby fahren machen wir einen sehr kurzen Stopp in Filmbyn, einem kleinen Filmstudio, in dem gezeigt wird wie aufwendig es war in den 1960er und 1970er Jahren Filme zu drehen. Hier schlägt mein cineatisches Herz natürlich hoch, als Höhepunkt stecke ich meinen Kopf einmal selber in Michels Suppenschüssel, nehme in Pippi Langstrumpfs Küche Platz und bestaune die Kleidung, die in Nangijala getragen wurden.

Und dann fahren wir zu Astrid Lindrens Näs, dem Ort, an dem Astrid Lindgren geboren wurde und aufgewachsen ist. Heute liegt der Hof mitten in Vimmerby, aber zu Beginn des 20. Jahrhunderts war das hier noch ein richtiger Hof der bewirtschaftet wurde, umgeben von Wald und Feldern. Wir besichtigen Astrid Lindgrens Elternhaus und ich kann gar nicht richtig in Worte fassen, wie sehr mich berührt, was die junge Dame, die uns durch das Haus führt, über Astrids Kindheit und die Liebe ihrer Eltern erzählt. Hier hat Astrid Lindgren gespielt, was später Michel und Ida spielen. Hier fielen Worte wie „Du und ich Alfred, Du und ich“, eigentlich eine Liebeserklärung die Astrids Vater jeden Abend ihrer Mutter machte. Hier spielten die vier Lindgren Kinder Streiche, die später Teil von Astrids Geschichten wurden. Ich habe wirklich einen dicken Kloß im Hals und bin voller Bewunderung für die Familie und vor allem für Astrid Lindgren und dem, was sie mit ihren Werken geschaffen hat. Falls Ihr ihn noch nicht kennt, dann lege ich Euch den Film Astrid ans Herz, der von Astrids Lindgrens Jugend und frühem Erwachsen sein erzählt.  Legt Euch Taschentücher bereit – der Film geht wirklich ans Herz!

Übernachtet   Stadshotell Vimmerby
Gereist              Zwei Stunden von Kalmar nach Vimmerby, zwei Stunden von Vimmerby nach Växjö
Highlight         Van Gogh Alive, Katthult und der Besuch von Astrid Lindgrens Elternhaus

 

Und dann geht es auch schon zurück, vom kleinen Flughafen in Växjö nach Deutschland. Mein Herz bleibt noch ein bisschen in Schweden!

Tack för den här fantastiska tiden här i Sverige. Vi ses snart!

Habt es schön!

Ricarda

 

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