bloggen als business+ und die frage – wieviel werbung verträgt mein blog?

Zurück aus Hamburg, Stadt meines Herzens, heimliche Liebe und fast schon zweite Heimat. Am Wochenende habe ich dort mit Indre vom Blog M i Ma zum zweiten Mal den BLOGST Workshop Bloggen als Business gegeben, und zusammen mit Clara, dieses Mal „Special Guest“ und 16 ganz tollen Bloggerinnen waren wir zu Gast im betahaus in Hamburg. Nach unserem ersten Workshop in Berlin hatten Indre und ich uns entschlossen, dem Workshop ein + zu verpassen. Ein + an mehr Zeit, ein + an mehr Infos und damit hoffentlich auch ein + an mehr Spaß und Erkenntnissen.
Wie kann ich mit meinem Blog Geld verdienen. Wie wird daraus ein Business und will ich das überhaupt? Wenn ja, was brauche ich dafür? Wie gehe ich mit Anfragen um, wie frage ich selber an? Diese und viele andere spannende Fragen haben wir am Wochenende miteinander besprochen, diskutiert und Anleitung dazu gegeben, wie das funktionieren könnte.

Es war ein ganz toller Workshop mit vielen spannenden Frauen und unterschiedlichen Ansichten, mit Zeit sich auszutauschen und zu vernetzen und mit einem schönen Abend in der Tarterie St. Pauli, in der wir den ersten Tag gemeinsam haben ausklingen lassen.

Für mich selber war das Wochenende  eine Möglichkeit mich und meinen Blog und auch meine Professionalität selber einmal zu reflektieren.
Mein Blog soll Spaß machen. Ich möchte andere Blogs lesen und mich mit anderen Bloggern, die die gleichen Interessen haben vernetzen. Ich möchte über Produkte schreiben, die mich begeistern. Ich möchte über Reisen berichten, die mich bereichern und über Erlebnisse, die mich bewegen. 
Ich möchte KEINE Pressemitteilungen in meinem Mailpostfach, die gar nicht zu meinem Blog passen. Ich möchte NICHT zum hundersten Mal eine Frage nach einem Linktausch ablehnen. Ich möchte KEINE unverschämten Anfragen, ob ich für ein Produkt im Gegenwert von fünf Euro einen Post schreiben kann.
Inzwischen fressen diese Anfragen aber ganz schön viel von meiner Zeit, die ich manchmal lieber in das Lesen und Kommentieren anderer Blogs investieren würde. Es ist toll, als professioneller Blogger wahrgenommen zu werden, aber es ist tatsächlich ein richtiges Business. Emails wollen beantwortet werden, Rechnungen geschrieben, der Kontakt gehalten werden. Neben 23qm Stil stecke ich mein ganzes Herzblut in BLOGST. Und neben diesen beiden Projekten habe ich eine Familie, drei Kinder und ein großes Haus, dass bereits seit einem Jahr eine halbe Baustelle ist. Alles miteinander unter einen Hut zu bekommen ist nicht immer ganz einfach. 
Wieviel Werbung verträgt mein Blog überhaupt? Auch das ist eine Frage, die wir diskutiert haben. Diese Frage möchte ich gerne an Euch weiter geben. Was lest Ihr auf meinem Blog gerne? Was nicht? Stört es Euch, wenn ich über Produkte schreibe? Findet Ihr es in Ordnung, das Posts auch manchmal gesponsort sind? Wie geht Ihr damit selber auf Euren Blogs um? Das möchte ich gerne mit Euch dikutieren. Ich werde auf jeden Eurer Kommentare antworten! Ich bin sehr gespannt auf Eure Antworten und freue mich auf den Austausch mit Euch!

70 Kommentare

  • Vor 5 Jahren

    Also ich handhabe das sehr ähnlich wie Du, Ricarda. Ich denke, dass eine gesunde Balance gewahrt werden muss und dass unsere Blogs nicht jede Woche einen Sponsored Post, ein Giveaway etc. aufweisen. Ich denke auch, dass die Leser sich nicht an Sponsored Posts stören, solange diese einen Bezug zum Blog und Blogthema haben. Hier gilt aber die einfachste aller Faustregeln: Nur das, was mir selbst auch gefällt, kommt in Frage. Bei den anderen Anfragen muss man konsequent sein und absagen. Und ebenfalls wichtig: Immer klar kennzeichnen, dass es ein Sponsored Post ist. Dann ist es für jeden fein! Das ist zumindest meine Strategie.

    • Vor 5 Jahren

      Danke für Deine Antwort Igor! Das mit der klaren Kennzeichnung sehe ich ja auch so. Nicht jede Woche einen Sposored Post oder Giveaway fänd ich auch zuviel, sonst ist man da auch als Leser sehr schnell übersättigt… Liebe Grüße!

    • Vor 5 Jahren

      Ich kann mich Igor nur anschließen. Was mich gerade sehr nervt, ist dass ich auf anderen Blogs Posts lese, in denen definitiv Sponsored Links untergebracht sind, die aber nicht als solche gekennzeichnet sind. Ich weiß das zum Beispiel, weil es Anbieter sind, die ich selbst gerade abgelehnt habe. Ich finde, das häuft sich gerade sogar. Oder ist das nur mein Eindruck. Entsprechende Blogs fliegen jedenfalls schnell aus meinem Reader. Ehrlichkeit gegenüber den Lesern ist finde ich höchstes Gebot!

    • Vor 5 Jahren

      Hallo Fee, ist rechtlich auch nicht ganz einfach wenn ich richtig informiert bin (in meinem nächsten Leben werde ich definitiv ANWÄLTIN hihi). Ich habs grad noch mal nachgelesen: „Schleichwerbung liegt vor, wenn der Verbraucher den Werbecharakter einer Aussage oder Handlung nicht erkennen kann.“ Und jetzt muss ich noch prüfen ob ich das so zitieren darf ;). Also: Ehrlichkeit ist nicht abmahnfähig! Liebe Grüße Ricarda

  • Vor 5 Jahren

    Ein toller Einblick in Blogst! Danke dafür!
    Also ich muss sagen, dass ich ganz gerne gesponsorte Posts lese, wenn mich das Produkt/Shop interessiert und es zum jeweiligen Blog passt. Das finde ich sehr wichtig. Genauso handhabe ich das auch für meinen Blog. Wenn ich eine Anfrage erhalte ist mir vor allem wichtig, dass es authentisch wirkt, wenn ich darüber schreibe, weil es zu mir und zu meinem Blog passt.

    Liebste Grüße
    Eva

    • Vor 5 Jahren

      Hallo Eva, Authentizität ist ein ganz wichtiges Stichwort. Aber auch spannend, dass Du gerne gesponsorte Posts liest. Danke für Deine Antwort! Liebe Grüße Ricarda

  • Vor 5 Jahren

    Ich kann Deinen Standpunkt und den Kommentar von Igor zu 100% nachvollziehen. Ich betreibe eine Online-Gallerie und profitiere davon, wenn Blogs wie Deiner oder andere darüber berichten. Blogs die mit Bannern überladen sind und die keinen Bezug zur Kernaussage des Selbigen haben, finde ich auch unschön und letztendlich auch unglaubwürdig.

    • Vor 5 Jahren

      Sehr interessant auch einmal die andere Seite zu hören! Und auch das Blogger und Unternehmen das selbe Ziel verfolgen – glaubwürdig zu sein!

  • Vor 5 Jahren

    Liebe Ricarda,

    deine Einladung, an der Diskussion teilzunehmen, nehme ich gern an.
    Ich habe vor einigen Monaten aufgehört, dein Blog regelmäßig zu lesen. Der Grund war, dass hinter deinem „offiziellen“ Bloggen nach und nach immer mehr du als Person verschwunden bist. Jetzt erinnert mich dein Blog, wie viele andere auch, an Onlineportale großer Einrichtungszeitschriften.

    Hin und wieder komme ich vorbei, wenn ich über Umwege wie Facebook oder andere Blogs denke, dass dein Post für mich interessant sein könnte.

    Werbung in der Seitenleiste sowie sponsored content (hin und wieder!) stören mich nicht. Denn Geldverdienen ist nichts Verwerfliches. Aber der Trend, in allen einschlägigen Blogs von den gleichen Buchveröffentlichungen, den gleichen Events, Möbelmessen und Bloggerreisen zu lesen, ist nicht meiner.

    Ich mag persönliche Blogs. Vielleicht bin ich dann aber auch gar nicht mehr deine Zielgruppe? Das ist ja sicher auch ein interessanter Punkt.

    Herzliche Grüße aus Hamburg,
    Maja

    • Vor 5 Jahren

      Hallo,
      ich schließe mich Majas Kommentar an. :)
      Habe jetzt ein paar Mal versucht ein paar ergänzende Worte zu finden, aber
      irgendwie ist schon alles gesagt. :)
      Viele Grüße
      Julia

    • Vor 5 Jahren

      Liebe Maja, vielen Dank für Deine ehrliche Antwort. Mein Blog ist ja schon ein Blog, der sich mit schönen Accessoires, Möbeln und Produkten beschäftigt – dafür brenne ich und daher schreibe ich gerne darüber und das habe ich ja auch von Anfang an gemacht. Daher würde mich interessieren was Du denn früher persönlicher fandest? Liebe Grüße Ricarda

    • Vor 5 Jahren

      Naja, ich hab in Erinnerung, dass du über den Hausumbau geschrieben hast, und auch mehr Fotos deiner eigenen Wohnung zu sehen waren. Vielleicht war das aber auch nur eine kurze Zeit lang so, in der ich dein Blog kennengelernt habe?!

      Es muss auch nicht nur an deinem Blog allein liegen. Wenn einer über eine Messe o.ä. schreibt, ist das ja meist interessant. Aber wenn es dann halt vier, fünf Blogerinnen sind, die ähnliche Texte schreiben, fast identische Fotos posten, etc., dann färbt der bei mir entstehende „Nerveindruck“ natürlich auch indirekt auf dein Blog ab. Auch, wenn ich gar nicht vom Inhalt selbst, sondern von der Austauschbarkeit und Wiederholung genervt bin.

      Und bitte nichts persönlich nehmen! :) Ich weiß, schriftlich kommt vieles schnell falsch rüber :)

      Lieben Gruß, Maja

    • Anonymous
      Vor 5 Jahren

      Hallo Ricarda,

      ich schließe mich ebenfalls Mayas Kommentar an.

      Früher gab es hier einfach zu lesen, was Dir gefällt und zeigte, was mit einfachen Mitteln möglich sein kann.

      Mittlerweile sind mir Deine Themen jedoch zu „abgehoben“, da es nicht mehr das „einfache Leben“ wiederspiegelt, sondern vielmehr von unzähligen Reisen, Messen und Events erzählt, die für einen „Normalbürger“ entweder unerschwinglich oder „ohne Zutritt“ sind.

      Dein Blog ist daher leider aus meinem RSS-Reader geflogen, schon vor längerer Zeit.

      Ich wünsche Dir dennoch weiterhin viel Spaß und Erfolg bei Deiner weiteren Entwicklung, nur „meins“ ist das hier eben leider nicht mehr.

      Viele Grüße, Sven

  • Vor 5 Jahren

    Ich habe keine Sponsoren auf meinem Blog, lediglich Freunde, die ebenfalls einen Blog führen, habe ich verlinkt. Das beruht auf Gegenseitigkeit und es wird in nächster Zeit sicherlich mal den ein oder anderen Gastbeitrag auf meinem Blog geben, da gerade gemeinsame Projekte entstehen. So versuchen wir, mehr Leser zu generieren, verdienen aber (erst einmal) nichts daran. Die meiste Werbung auf meinem Blog mache ich für mich und meine Produkte, für meinen DaWanda-Shop und Design- bzw. Handmade-Märkte, auf denen ich ausstelle. Auch wenn mein Blog inzwischen ein wichtiger Bestandteil meines kleinen Labels ist, sehe ich mich (noch) nicht so ganz als professionelle Bloggerin.
    Ich sehe es so wie Igor, was sponsored Posts angeht: Wenn der Bezug da ist und die Posts gekennzeichnet sind, einem selbst die Beiträge gefallen, ist alles okay.
    Irgendwann werde ich mich bestimmt mal trauen, an einem eurer Workshops teilzunehmen. Im Moment weiss ich nicht, ob es nicht eine Nummer zu groß für mich ist … :-)

    Liebe Grüße!
    bine

    • Vor 5 Jahren

      Falls du schauen möchtest, was ich so mache … http://binedoro.blogspot.de/

    • Vor 5 Jahren

      Liebe Bine, vielen Dank für Deinen Kommentar – wenn Du den Blog für Dich und Deine Produkte nutzt ist er ja auch ein Marketinginstrument und ich finde damit ein Stück Deines professionellen Business mit Deinem Label. Es wäre schön, Dich mal bei BLOGST begrüssen zu können. Das ist für niemanden eine Nummer zu groß. Wie hat es eine Teilnehmerin am Wochenende schön ausgedrückt – es wird doch überall nur mit Wasser gekocht ;)! Liebe Grüße Ricarda

  • Vor 5 Jahren

    Spannend, dass die Diskussion hier weiter geht, die wir am Wochenende geführt haben!

    Die Schere zwischen „ich mache keine Werbung, keine sponsored posts & Co.“ und „ja klar, ich bin so professionell, dass ich mit meinem wertvollen Content auch Geld verdienen will, wenn andere an mich herantreten oder ich die Gelegenheit habe, von wirklich tollen Produkten (oder in meinem Fall: Büchern!) zu berichten“.
    Letztlich ist ein Blog ja auch ein Stück Lebensgeschichte: am Anfang noch klein, mit wenig LeserInnen, der immer weiter mit wächst und vielleicht auch professionell(er) wird.

    Die Entscheidung von Maja, deswegen nicht mehr mitzulesen, sollte respektiert werden, finde ich – aber noch mehr Respekt an dich, Maja, es auch hier zu kommunizieren! Denn darum geht es doch, oder?

    Herzliche Grüße,
    Inga

    • Vor 5 Jahren

      Liebe Inga, ja das Thema hat mich sehr beschäftigt und die Diskussion hier weiter zu führen ist spannend. Ich finde es auch ganz toll, wenn ehrlich kommuniziert wird, denn daraus kann ich, wie jeder andere Blogger und Leser, ja nur lernen! Ganz liebe Grüße Ricarda

  • Vor 5 Jahren

    Diese und weitere Fragen habe ich mir kürzlich auch gestellt und mit meinen Lesern (und Bloggern) darüber gesprochen: http://www.christinascatchycakes.blogspot.de/2013/04/was-mein-blogger-inneres-beschaftigt.html
    Mit der Werbung handhabe ich es so: keine Banner, keine dauerhafte, „sichtbare“ Werbung. Hin und wieder eine Produkt-/Buchvorstellung, bei der das Produkt gesponsert ist, das Produkt muss aber zu mir/ meinem Blog passen und ich behalte mir vor, meine ehrliche Meinung zu schreiben. Außerdem zwei Kooperationen bei denen ich Links zu entsprechenden Produkten setze und dafür auf Gutscheinbasis entlohnt werde.
    Blogs, die ständig etwas zu Verschenken haben und die ständig Unternehmen und Produkte vorstellen machen sich in meinen Augen unglaubwürdig und leider fallen mir dazu gleich 2-3 aktuelle Beispiele ein.
    Ich finde es auch toll, dass Maja offen und ehrlich (aber sachlich!) ihre Meinung sagt, das wünsche ich mir von meinen Lesern auch! :-)
    Liebe Grüße
    Christina

    • Vor 5 Jahren

      Liebe Christina, puh, jetzt hatte ich aber ganz schön was zu lesen auf Deinem Blog, sehr interessant, was Du schreibst. Ich bin ja der Meinung das ein Post der gesponsort ist UNBEDINGT gekennzeichnet werden muss, denn sonst ist das ja Schleichwerbung und das ist meiner Meinung nach auch ein Vertrauensmissbrauch gegenüber dem Leser. Ich freue mich über Deine und Majas ehrliche Meinung! Danke! Liebe Grüße Ricarda

    • Vor 5 Jahren

      Liebe Ricarda,
      siehst Du das auch bei Posts so, bei denen ein Produkt zum Testen zur Verfügung gestellt wird, es aber keine Vorgaben gibt, wie der Post auszusehen hat und auch kein (bares) Geld fließt?
      Ich gebe zu, da ist es mir nicht so wichtig, übrigens auch bei anderen Bloggern nicht. Ich sehe da keinen Vertrauensmissbrauch, weil ich meine Meinung auf jeden Fall ehrlich schreiben werde, egal ob selbst gekauft oder geschenkt bekommen.
      Liebe Grüße
      Christina

    • Vor 5 Jahren

      Aber es tut ja nicht weh unter den Post zu schreiben. Die Produkte oder das Produkt wurden mir von xyz zur Verfügung gestellt. Ich finde das wichtig und völlig okay!

    • Liebe Ricarda,

      Klinke mich hier mal eben ein :-))

      Ich habe nämlich vor Kurzem das erste mal eine Anfrage bekommen über ein Produkt zu schreiben. Habe auch einen Produktgutschein bekommen, aber die Versandkosten musste ich selber bezahlen. Ich freue mich über das Produkt zu berichten, da ich es selber auch nutze und ich es toll finde. Ich finde auch eine gesunde Mischung ist ok. Irgendwie ist es doch auch toll, wenn ein Blogger wirklich etwas mit dem bloggen erreichen kann und dazu finde ich Erfolg und Geld verdienen gehört auch dazu. Bei einigen Blogs ist mir auf gefallen, das die Bannerwerbung überhand nimmt und das nervt mich. Ein Blog sollte immer einen persönlichen Ausdruck und eine persönliche Note haben. Deswegen lese ich ja auch Blogs. Mir gefällt dein Blog, weil ich hier oft Bilder und Einblicke bekomme, die man eben nicht überall sieht…. Das ist ja Grade das interessante….. Übrigens würd ich auch gerne mal an einem Seminar teilnehmen …. ;-))

      Liebe Grüsse Claude

    • Vor 5 Jahren

      Liebe Claude, Du musstest die Versandkosten selber bezahlen? Das finde ich, ehrlich gesagt, nicht in Ordnung, denn Du hast ja über das Produkt auf Deinem Blog geschrieben und damit hat die Firma einen absoluten Mehrwert. Auch wenn das Verhältniss zwischen Werbung und eigenem Content ausgewogen sein sollte – wenn man dann aber doch etwas schreibt, sollte man sich nicht ausnutzen lassen. Du hast eine Stimme im Netz. Und wenn sie gehört wird, dann nutze sie auch!

      Ich würde mich freuen wenn Du mal bei BLOGST dabei bist! Da können wir ja dann gerne weiter diskutieren!

      Liebe Grüße
      Ricarda

    • Liebe Ricarda,

      ganz lieben Dank für deine Antwort. Das war dann wohl meine Unerfahrenheit mit Kosten und Der Werbung ;-). Danke, dass du mir den Mut für meine Stimme gibst…
      Hoffe mal bis bald bei BLOGST.

      Sonnige Grüsse Claude

  • Ich handhabe das mit der Werbung folgendermaßen: Shops, bei denen ich z.B. auf Gutscheinbasis einkaufen darf, erhalten einen dauerhaften Banner in der Sidebar. Dort finden sich auch Firmen, die bisher ein Give-Away o.ä. gesponsert haben (z.B. ein regionaler Verlag oder ein Online-Teehandel). Da ich bisher nur sehr wenige Give Away Verlosungen veranstaltet habe, mache ich auch nur recht begrenzt Werbung. Und das soll auch so bleiben. Ich mag Blogs nicht, die ständig Geschenke verlosen oder Gewinnspiele veranstalten, da halte ich es wie meine Vorrednerin. Das schreckt mich ab und fokussiert für mich doch zu sehr die (kurzzeitige) Lesergewinnung.
    Ich besuche aber auch Blogs, um mich inspirieren zu lassen und tolle Ideen aufzugreifen. Da nehme ich auch passende und seriöse Produkttipps gern an. Wichtig ist doch immer, dass das Blog am Ende authentisch ist und man erkennt, dass Herz darin steckt. Was für mich allerdings gar nicht geht, sind Werbebanner, die gar nichts mit dem Bloginhalt an sich zu tun haben und die nur darauf abzielen, mit mir als Leser Geld zu machen.

    • Vor 5 Jahren

      Liebe Mella, danke für Deine Antwort. Ich bin auch der Meinung dass man durch Verlosungen keine dauerhaften Leser gewinnt, aber manchmal ist das ja ganz nett. Das Werbung zum Blog passen muss sehe ich auch so – ich will in einem Wohnmagazin ja auch keine Werbung für Autoreifen lesen!

      Liebe Grüße
      Ricarda

  • Vor 5 Jahren

    Liebe Ricarda,

    mein eigener Blog ist noch ganz jung und ich lerne täglich dazu, vor allem von so tollen Blogs wie z.B. deinem. Ich mag diese Mischung aus privaten und unter Umständen kommerziellen Beiträgen. Mich interessieren die Personen hinter den Blogs genauso wie mich neue Produkte zu meinem Thema (Wohnen, Einrichten, Leben) interessieren. So viele schöne Dinge hätte ich nie gefunden, wenn nicht in irgendeinem Blog darüber geschrieben worden wäre. Und da ist e mir jetzt egal, ob da jetzt ein Sponsor dahinter steckt oder nicht. Ich bin vermutlich noch meilenweit davon entfernt, dass mir mal ein Sponsor ein Produkt vorschlägt und ich darüber berichte, aber ich würde das gerne machen, solange meine ehrliche Meinung dazu gefragt ist, bzw. würde ich Produkte von vornherein ausschlagen, die mich nicht interessieren und nicht zum Thema passen. Also klares Ja zu einer gesunden Mischung.
    Liebe Grüße
    Andrea

    • Vor 5 Jahren

      Liebe Andrea, gesunde Mischung ist ein schönes Stichwort! Danke dafür! Liebe Grüße Ricarda

  • Vor 5 Jahren

    liebe Ricarda,

    ich denke, Du solltest Dein Blog machen wie er Dir gefällt, es die Zeit zulässt und nur das, auf was DU Lust hast ♥
    Wenn DU glücklich und zufrieden bist, sind es Deine Leser garantiert auch ♥

    Ich persönlich wurde auch schon ein paar Mal angeschrieben „Werbung zu machen/Produkte zu testen“, ich finde es zwischendurch ganz interessant aber ich mach nur das auf was ICH Lust habe und was mich persönlich interessiert,
    wenn mir ein Produkt gar nicht zusagt mach ich das auch nicht.

    Ach ich würde so gerne mal an den Workshops teilnehmen.
    Schade das es hier in der Gegend von Mannheim/Heidelberg nichts gibt :o(
    Vielleicht weiß ja jemand eine tolle Adresse an die man sich wenden könnte wo diese Workshops bei mir in der Nähe anbietet ?!

    Ich wünsche Dir noch einen schönen Tag,
    liebste Grüße
    Petra

    • Vor 5 Jahren

      Liebe Petra, das ist glaube ich in vielen Bereichen des Lebens so mit dem glücklich und zufrieden sein und ich mache ja eigentlich auch nur wozu ich Lust habe und was mich auch interessiert. Die Balance zu halten, dass ist manchmal das Schwierige…

      Meinst Du mit den Workshops die BLOGST Workshops? Also falls Du da eine Adresse brauchst an die Du Dich wenden kannst – äh, das bin ich! Schreib einfach eine Mail an hallo@blogst.de dann können wir ja mal über einen Workshop im Raum Mannheim/Heidelberg sprechen ;).

      Liebe Grüße
      Ricarda

    • Vor 5 Jahren

      Da kann ich mich anschließen! Auch ich komme aus dem Raum Mannheim/Heidelberg und würde mich über einen Workshop hier in der Nähe sehr freuen. Ich denke, da gibt es bestimmt noch einige andere.

  • Vor 5 Jahren

    Huhu liebe Ricard,

    ich freue mich, dass bestimmte Themen nicht mehr unter der Hand gehalten werden und man öffentlich sagen kann: Ja, ich nehme gesponserte Produkte an und ja, ich denke über bezahlte Werbebanner nach und ja, ich denke auch darüber nach, Blogartikel zu verkaufen. Bisher kennzeiche ich Produkt- oder Shopvorstellungen, indem ich schreibe: „….wurden mir zur Verfügung gestellt.“ Das handhabe ich gleich wie Christina, wir kommen ja auch aus der gleichen Blogecke. Bei Foodblogs der semi-pro Ebene ist das akzeptiert und viele finden es praktisch, wenn man die neue Backform vom Kaffeeröster ausprobiert, bevor die Leser selber in den Laden gehen. Erst letzte Woche hatte ich mit dem Backbuben das Thema besprochen und wir waren uns noch nicht sicher, ob wir die Grenze zwischen „ich lasse mich sponsern, um das Blog voranzubringen“ und „ich lasse mich sponsern, weil ich es wer bin“.

    Oft habe ich aber tatsächlich das Gefühl, dass mein Win-Anteil an einer Produktvorstellung zu klein ist, denn der mehrstündige Aufwand (Backen, Fotos machen, Schreiben) entspricht so gar nicht dem Gegenwert. Bei einem Gewinnspiel noch mehr, da ich den Gegenwert ja nicht einmal behalten darf (ist das doof, so zu denken?). Da ich bald heirate und sich so meine Zeitprioritäten verschieben, komme ich mehr und mehr an den Punkt, an dem ich das Blog auf die nächste Ebene bringen will. Nur die Richtung ist mir noch nicht klar.

    Viele Grüße, Anna im Backwahn

    • Vor 5 Jahren

      Liebe Anna, ja der Win Anteil! Das ist auch ein vieldikutiertes Thema. Aber – DU hast eine Stimme, nutze sie und verkaufe Dich nicht unter Wert. Der Aufwand sollte schon dem Gegenwert entsprechen! Und bei den Gewinnspielen ist es gar nicht doof so zu denken, denn auch diese beinhalten ja eine Menge Arbeit – Post schreiben, Gewinner auslosen, Gewinne zur Post bringen, Portokosten. Ich wünsch Dir das Du die richtige Richtung findest! Liebe Grüße Ricarda

  • Vor 5 Jahren

    Liebe Anna,
    genau, bei mir steht dann auch ein „durfte ich testen“ oder „wurde mir zur Verfügung gestellt“ im Fließtext. Wenn es aber mal nicht dabeisteht (ich muss das echt mal nochmal überprüfen!) sehe ich das deswegen trotzdem nicht als Lesertäuschung oder Schleichwerbung.
    Und Du sprichst mir aus der Seele: Meine Ressourcen verknappen sich auch zunehmend, daher möchte ich das Thema auch etwas professioneller angehen. Wie genau das aussehen soll? (Noch) keine Ahnung, aber ich arbeite dran! :-)
    Was die raren Gewinnspiele auf meinem Blog angeht, denke ich einfach an den Mehrwert für meine Leser und daran, dass es vielleicht dem einen oder anderen so gut bei mir gefällt, dass er da bleibt! :-) Aber Du hast schon Recht, als Blogger hat man selbst nicht viel davon.
    Liebe Grüße
    Christina

  • Vor 5 Jahren

    Liebe Ricarda,

    die Frage treibt mich auch schon seit längerem um… habe ich die „Leserbrille“ auf, finde ich Werbung anstrengend – blinkende Werbebanner und AdSense-Blöcke lassen mich schnell auf „Escape“ drücken. Habe ich die „Bloggerbrille“ auf, finde ich es wiederum nicht mehr so schlimm, denn die stundenlange Arbeit, die ich mit einkaufen, zubereiten, anrichten, fotografieren, editieren und schreiben verbringe, dazu Social-Media-Aktivitäten, sollte sich auch irgendwie lohnen. Ich vergleiche es dann zunächst mit anderen Hobbies: Der Blog ist mein Hobby, ich investiere Geld und Zeit. Würde ich beispielsweise Motorrad fahren oder wäre ich ein Filmfreak, so würde ich viel Geld in mein Motorrad oder mein Heimkino stecken, ohne Erwartung auf finanziellen Ausgleich. Da hat dann das „muss sich lohnen“-Argument zunächst mal eine Grenze erreicht.
    ABER: ich stelle Information zur Verfügung. Kostenlos. Die Infos, die andere Leute, egal ob Blogger oder nicht-bloggende Leser, durch das Lesen auf meinem Blog erhalten haben, hätten sie zum Beispiel durch den Kauf von Büchern oder Zeitschriften woanders bezahlen müssen. Mit Geld! Ich bin also nicht nur Hobbyblogger, sondern eben auch Autor. Publisher, eigentlich. Niemandem ist geholfen (außer dem Hersteller), wenn ich mit meinem Motorrad über die Straßen knattere oder mir den neuesten Hollywood-Hit auf meinem Riesenflatscreen anschaue, aber vielen Leute ist geholfen, wenn ich Informationen oder Rezepte oder Tipps poste. Und dann denke ich, dass es definitiv in Ordnung ist, wenn man nicht alles umsonst macht oder eben die Ausgaben durch Sponsoring zu decken versucht.

    Egal ob durch Blogger- oder Leserbrille finde ich, dass es im Rahmen bleiben muss, jede Woche ein Giveaway ist genauso übertrieben wie eine nicht enden wollende Parade an Sponsored Posts. Aber grundsätzlich spricht nichts, absolut GAR NICHTS gegen den Sponsored Post alle paar Male. Dabei finde ich ebenso viele für mich interessante (oder eben uninteressante) Themen wie in regulären Posts. Bei einem Designblog wie Deinem ist die Grenze doch eh fast fließend, wo hört „schaut mal, was es neues bei IKEA gibt“ auf und wo fängt „heute darf ich Euch XYZ Designs vorstellen {Sponsored Post}“ ?

    Was wirklich nicht geht, no no never evaaaah: Seitenleisten voll mit blinkender bunter Werbung, die auch beim Runterscrollen nicht aufhören. Da hat in meinen Augen der Blogger was falsch gemacht und schlechte Deals mit zu vielen Firmen gemacht, anstatt gute Deals mit einer Handvoll Sponsoren.
    Bei Dir zum Beispiel passen die Werbebanner vom Stil und vom Design her sehr gut zum Gesamtbild des Blogs, und da stört es mich weder noch finde ich es unpassend. Eher einladend.

    Was mich übrigens am meisten stört am Thema Werbung auf Blogs ist die dogmatische Diskussion darum. Der Aufschrei in Foren oder Facebookgruppen, wenn schon wieder ein Unternehmen es gewagt hat, an den Blogger mit einer Anfrage zu treten. Skandal! Die Androhung rechtlicher Konsequenzen. Das Lästern über die angebotenen Produkte. Das ist so kindisch! Ich sage mal: durchatmen und entspannen. Natürlich übertreiben es Unternehmen gern und viele haben das mit der individuellen Ansprache nicht ganz kapiert, aber muss ich mich deswegen künstlich aufregen? Nö. Leben und Leben lassen. Oder?

    Ganz liebe Grüße
    Katharina

    • Vor 5 Jahren

      Liebe Katharina,

      die Formulierung mit der Lesebrille und der Bloggerbrille finde ich sehr gelungen. Auch ich schaue mir Blogs mal als reine Leserin an, dann wieder mit dem Blick einer Bloggerin.

      Bei gesponserten Beiträgen stelle ich mir nach dem Lesen immer die Frage: „Hätte sie/er das auch geschrieben, wenn es kein bezahlter Beitrag wäre…?“

    • Vor 5 Jahren

      Liebe Katharina, liebe Sophie, vielen Dank für Eure Antwort. Ich stimme Dir in allem was Du schreibst 100% zu! Da gibt es nicht mehr viel zu sagen! Und Sophie Du hast recht – bestimmt sind sowohl Firmen als auch Produkte spannend – aber in dem einen oder anderen Fall hätte man vielleicht tatsächlich nicht darüber geschrieben, wenn es nicht teil einer Vereinbarung wäre… Liebe Grüße Ricarda

  • Sabrina
    Vor 5 Jahren

    Auch, wenn es mir sehr leid tut, das so sagen zu müssen, aber Dein Blog hat sich verändert. Und m.E. nicht sonderlich positiv. Es geht hauptsächlich um Werbung, Produkte, Blogger Worskhops. Ich mag schon gar nicht mehr gerne reinklicken. Nichts mehr mit Köln, DIY-Projekten, anderen Blogs, Design-Zeugs, Innovationen, etc….. Es ist eher eine Art „Verkaufsplattform“ für Firmen geworden. Das nervt und macht mich traurig. Dann passiert auch oft tagelang nichts und man driftet ab. Hoffetnlich trifft Dich das jetzt nicht (zu sehr). Aber ioch glaube, dass Du wirklich hören wolltest, wie Deine Leser denken und auch selbstbewusst genug bist, Dein Ding dennoch durchzuziehen. Herzlichst, Sabrina

    • Vor 5 Jahren

      Liebe Sabrina, Danke für Deine ehrliche Antwort. Ich werde auf jeden Fall darüber nachdenken! Die Blogger Workshops sind ein Teil von mir und etwas wofür mein Herz brennt. Warum sollte ich dann nicht darüber schreiben? Anderer Leute Herz brennt fürs Backen oder DIY. DIY war aber noch nie meine Stärke. Ich habe zwei linke Hände ;)
      Liebe Grüße Ricarda

    • Vor 5 Jahren

      Liebe Ricarda,

      In meinen Augen ist das Problem mit dem Blogger-Workshop das, dass sich bei dir hier Arbeit (Workshop) und Bloginhalt vermischen. Und es dadurch vielleicht manchmal wie indirekte Werbung rüberkommt? So, als wenn ich ständig nur von meinem Label schreiben würde. Das würd vermutlich irgendwann auch keiner mehr lesen wollen.
      Uund die Blogger-Workshops haben nicht mehr viel mit 23qm Stil zu tun (inhaltlich). Hast du vielleicht mal daran gedacht, ein zweites Blog für die Blogst-Geschichte auszulagern?

      Lieben Gruß, Maja

    • Vor 5 Jahren

      Liebe Maja, der Claim meines Blogs ist eigentlich Wohnen – Leben – Bloggen. Daher find ich es in Ordnung auch über die Workshops zu schreiben. Andere mit einem Dawanda Shop und einem Blog schreiben auch regelmässig über ihre Produkte. Mich stört das nicht. Liebe Grüße Ricarda

  • Vor 5 Jahren

    Liebe Ricarda, ich finde es vollkommen legitim, dass man als Blogger auch was verdienen kann bzw. soll..
    Für mich als Leser finde ich es z.B. sehr nervig, wenn z.B. eine ganze Woche lang irgendwelche Sponsoren vorgestellt werden…einen Sponsored Post (selbstverständlich gekennzeichnet) der zum Blog passt finde ich durchaus sinnvoll und das ist für mich als Leser volllkommen in Ordnung. Bannerwerbung finde ich auch nicht störend..(ok.wenn sie sehr grell ist und blinkt evtl schon-aber das ist ja auch Verhandlungssache).
    Ein Gleichgewicht zu finden ist wichtig – so bleiben die Leser auch erhalten..wenn jede Woche ein Sponsored Post erscheint, und dieser noch nicht mal irgendwie richtig passt…habe ich immer den Eindruck, dass sich der Blogger einfach nur verkauft und die Authentizität geht dann echt flöten..schade…passt der gesponserte Beitrag aber zum Blog und erkennt man auch den Autor wieder…und er schreibt ihn selber (also nicht auch noch vorgegeben!) und ich erkenne seine eigene Meinung und Geschmack wieder dann find ich das echt gut.. und ich denk mir dabei..hej..super gemacht und ich finde da steckt ja dann auch Arbeit drin und die sollte fair bezahlt werden. Sich auf keinen Fall unter Preis verkaufen lassen…ich finde je nach Sparte ist auch mehr Werbung völlig legitim..wenn ich z.B. ein relativ neues Beautyprodukt kaufen will,… dann geb ich mehr auf einen Blogbeitrag als auf irgendwas anderem…dass die Beautyblogs sich nicht alles selber kaufen können ist ja wohl klar…und auch bei Einrichtung etc…ist es ein DIY Blog wirds bei mir echt schwierig dem Blogger abzunehmen, dass er ein Foto auf Leinwand total cool finden…oder bei den Nähblogs, wenn man die Stoffquellen angibt (was aber oft nicht gesponsert ist..aber soviele Emails nach sich zieht, dass man es lieber dann doch reinschreibt..) .. aber ich will da auch niemanden zu nahe treten und es ist ja immer auch an mir…ob ich dem Blog als Leser treu bleiben will…viele Blogs verändern sich ja auch im Laufe der Zeit..so wie sich die Interessen des Schreibenden verändern..(persönlich find ich es ja auch gut…und spannend) geht man mit oder nicht..bleibt ja jedem selbst überlassen..für mich zählt einfach nur das der Beitrag ehrlich ist und das i-tüpfelchen des Autors erhalten bleibt….puhhh jetzt hab ich fast einen Roman geschrieben…. ich schick dir liebe Grüße gen Norden…busserl emma

    • Vor 5 Jahren

      Liebe Emma, ach wie schön auch Deine Meinung zu lesen… Ja, die Interessen verändern sich. Ich habe mich anfangs auch an DIY versucht, aber dann festgestellt das das gar nicht so mein Ding ist – ich hab einfach zwei sowas von linke Hände. Dafür bin ich gerne unterwegs und entdecke tolle Läden und neue Orte. Insofern hat sich mein Blog schon verändert… Ich finde auch das ein Beitrag ehrlich sein muss! Danke für Deinen Roman :). Liebe Grüße Ricarda

  • Vor 5 Jahren

    Liebe Ricarda, Werbung und Sponsored Posts sind offensichtlich Themen, denen sich früher oder später jeder Blogger stellen muß. Mit welchem Ergebnis auch immer. Ich habe das aktuelle Kapitel von meinem Schreibworkshop http://www.little-edition.de/2013/04/little-blog-shop-7-kapitel-15-april-2013/ zu diesem Thema geschrieben. Genauer gesagt: was Werbetexte mit Blogtexten und speziell Sponsored Posts zu tun haben und was man sich von Werbetexten abgucken kann. Vielleicht kann ich damit auch die Wahrnehmung für Textqualität in den Vordergrund rücken. In jedem Fall gefällt mir die offene und wertungsfreie Diskussion hier sehr gut, denn so kann man Erfahrungen und Meinungen vergleichen und daraus lernen. Das jemand denkt, daß er zu „klein“ für Blogst ist, finde ich schade und gleichzeitig auch eine Chance für die Community: eine Atmosphäre des Miteinander etablieren, in der jeder sein darf, egal wie groß oder klein.

    • Vor 5 Jahren

      Liebe Alexandra, ich hab Deinen Post gelesen – das ganze Thema ist echt spannend und da wird sich sicher noch viel tun in der nächsten Zeit! Deine Herangehensweise an einen gesponsorten Blogpost ist interessant. Ich hoffe sehr dass niemand denkt er ist für BLOGST zu klein – alle sind jederzeit ganz herzlich willkommen!
      Liebe Grüße
      Ricarda

  • Vor 5 Jahren

    Hallo Ricarda,

    ich habe gerade mit großem Interesse die anderen Kommentare gelesen, hier jetzt meine persönliche Meinung:

    Ich freue mich immer wenn auf Blogs kleine Labels, interessante Shops oder neue Produkte vorgestellt werden und viele Ideen speicher ich als mögliche Geschenk- oder Shopping-Idee ab. Vermutlich verdient an diesen Vorstellungen niemand richtig Geld.

    Nervig finde ich, dass in letzter Zeit oft ein Produkte auf einem Blog vorgestellt wird und relativ zeitgleich scheinen zu dem gleichen Produkt immer mehr Posts auf anderen Blöcken. Wenn mir ein Produkte zum 3. Mal innerhalb weniger Tage begegnet, denke ich nur „nicht schon wieder“ – aber oft kommen dann noch weitere 8 Rezensionen auf anderen Blogs… Diese lese ich dann gar nicht mehr und das Produkt verliert für mich auch etwas an Glaubwürdigkeit.

    Ich muss mich leider der Meinung von Maja anschließen, dass die Werbung besonders bei Dir in den letzten Monaten sehr viel zugenommen hat und vor allem die blogtour nach NY fand ich persönlich mit Artikeln über Miele oder Poggenpohl und anderen große Firmenzu viel und nicht unbedingt zu Dir passend.

    Werbung in der Seitenleiste für wenige Shops finde ich hingegen als nicht störend und kann über sie notfalls hinweg sehen. Auch über gelegentliche Verlosungen, wenn sie zum Blog passen, freue ich mich!

    Ich werde weiterhin dich via bloglovin begleiten und kann ja die Posts mit zuviel Werbung wegklicken, hoffe aber auch auf viele werbefreie Posts!

    Viele Grüße
    Maike Karen

    • Vor 5 Jahren

      Liebe Maike, vielen Dank für Deine ehrliche Antwort. Das die Posts über die Blogtour nicht jeden Leser angesprochen haben kann ich verstehen. Aber sie waren nun einmal Bestandteil dieser Tour, die ohne die Sponsoren nicht möglich gewesen wäre. Ich hätte gerne anderen Content dazwischen gepostet, aber das Leben 1.0 hat mir das etwas schwer gemacht… So ist es eben manchmal! Ich würde mich freuen, wenn Du in Zukunft wieder mehr bei mir hängen bleibst – es wird auf jeden Fall wieder mehr werbefreie Posts geben!

      Liebe Grüße Ricarda

    • Vor 5 Jahren

      Ich möchte mich Maike hinsichtlich des Phänomens „zeitgleiche Vorstellung von Produkten auf Blogs mit ähnlicher Leserschaft“ anschließen. Das jüngste Beispiel ist – wie ich schon bei Twitter anmerkte – der TEA-JAY, der in den letzten 14 Tagen auf vielen Blogs, die untereinander vernetzt sind und damit eine große Überschneidung haben, auftauchte. Die Augen rolle ich dann allerdings in Hinsicht auf die PR-Abteilung, die sich damit keinen Gefallen tut. Aber auch für Blogger gilt, dass sie nicht nur nachfragen, wie viele andere Blogs mit zum Testerkreis gehören, sondern auch welche.

      In diesem Punkt müssen auch Blogger-Kollektive aufpassen. Ob zum Thema Reise, Ruhrpott oder Möbel – die Leserschaft tummelt sich dann eben auch mehreren Blogs eines Themas und wenn ein Bloggerkollektiv dann gleich mehrere Leute zu einem Thema berichten lässt, wird es kritisch. Wir haben darüber in Berlin bei BaB auch kurz mit Blick auf eine Möbelmesse und den Blog-Salon gesprochen, Du erinnerst Dich sicher.

      Exklusivität bei den Inhalten wird jetzt, wo Blogs immer zahlreicher, vernetzter und attraktiver werden, noch wichtiger.

      (Ich möchte betonen, dass mir bei Deinem Blog diese Überschneidung nur ein einziges Mal aufgefallen ist. Ich gehe daher nicht mit Blick auf DEINEN Blog so ausführlich auf den Punkt ein, sondern weil es eine Sache ist, die mich a) als Leser in letzter Zeit häufiger stört – siehe auch zig Ritter Sport Sommer Edition-Bilder von Bloggern bei Facebook und die ich b) aus professioneller PR-Sicht für die Unternehmenskommunikation schädlich finde.

    • Vor 5 Jahren

      Liebe Sandra, vielen Dank für Dein Statement. Tatsächlich ist das eine interessante Erfahrung, die die Blogger mit Kooperationen jetzt machen – und wenn der Leser nicht sagt was stört, wer dann? Trotzdem finde ich das ja jeder Blog, der zum Beispiel an einer Kooperation teilnimmt auch andere Leser hat und eine andere Sichtweise auf die Dinge. Das kann dann ja auch ganz spannend für den Blogleser sein. Trotzdem gilt es diese Erfahrung jetzt zu reflektieren – und daraus zu lernen! Liebe Grüße Ricarda

  • Vor 5 Jahren

    Eine spannende Frage, mit der ich mich gerade selber auch intensiver beschäftige, weil das mit den Anfragen bei mir jetzt auch los geht. Im Grunde ist es hier schon mehrfach gesagt worden: Werbung ist prinzipiell ok, wenn die Themen ins Blog passen und sie vor allem aber auch den Lesern einen Mehrwert anbieten in dem Rahmen, in dem er das bei mir erwartet. Werbung heißt für mich: Werbebanner in der Seitenleiste, Buchrezensionen oder aber Artikel über Produkte, die wie oben beschrieben, ins Blog passen UND die ich wirklich gut finde UND wofür ich einen Gegenwert in einer bestimmten, mit mir selbst abgemachten Summe bekomme – als Warengutschein oder eben auch in Form von Geld. Das finde ich ok. Unschön finde ich: Affiliate-Links, die nicht als solche gekennzeichnet sind, Adsense-Banner – und gar nicht geht: Banner direkt im Artikel. Allerdings: Ich sehe den Nutzen nicht darin, direkt Geld mit meinem Blog zu generieren – mir geht es eher um Kontakte, Netzwerk und vielleicht auch Reputation. Ich habe letzte Woche eine Anfrage bekommen zum Beispiel, als freie Redakteurin für ein Portal zu schreiben oder halte jetzt eben nächste Woche einen Vortrag über Crafting auf der re:publica. Das finde ich viel spannender als das bisschen Geld.

    • Vor 5 Jahren

      Liebe Daniela, ja, das bisschen Geld – darum geht es in der Diskussion ja auch, nicht nur darum, ob und wie man Werbebanner platziert. Denn das siese höchstens die Portokasse füllen oder helfen die Kosten für den Blog zu tragen, haben wir in vielen Diskussionen schon festgestellt. Was hier ein bisschen wenig zur Sprache kam ist der Umgang mit den Firmen, der ja auch sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. Gerade wieder hatte ich ein Angebot einen Post zu schreiben über ein Onlineportal oder wahlweise 10 ziemlich ausführliche Fragen zu beantworten – im Gegenzug hätte ich mir bei Zalando etwas für 10 Euro aussuchen können. Aha. Und NEIN DANKE! Auf mich ist leider noch niemand zu gekommen ob ich als freie Redakteurin etwas schreiben möchte – schade, denn da würde ich, bei angemessener Bezahlung, bestimmt nicht nein sagen! :)

      Liebe Grüße
      Ricarda

  • Vor 5 Jahren

    Liebe Ricarda, nach dem Blogst-Workshop am Wochenende verfolge ich aufgeregt die spannende Diskussion und nehme viel auch für meinen Blog mit. Tolle Leser hast du! Aber das tollste ist: Ich merke, dass sich für dich nach dem Workshop auch neue Fragestellungen ergeben haben und du es für dich auch noch nicht abgehakt hast! So soll es sein!

    Danke und bis hoffentlich bald!

    Deine Nina

    • Vor 5 Jahren

      Liebe Nina, ja, auch für mich war das Wochenende noch einmal aufschlussreich – vor allem weil mir klar geworde ist, wieviel Business tatsächlich dahinter steht. Kann ich das leisten? Will ich es im Vergleich zum Nutzen? Die Diskussion hier ist mir sehr wichtig. Dennn ohne meine Leser wäre ja kein „Business“ möglich!

      Liebe Grüße
      Ricarda

  • Vor 5 Jahren

    Ich blogge erst seit 4 Monaten und hatte bisher noch keine Anfragen zum Thema Werbung. Wenn ich etwas verlose, dann sind das nur Produkte, die ich selbst benutze und die Anfrage geht immer von mir aus. Der einzige Grund, warum ich versuche, ab und zu eine Verlosung machen zu können ist, dass ich mich bei meinen Lesern für ihr Interesse bedanken möchte. Und den Verkäufer verlinke ich im Post, weil ich ihm dankbar bin für die, ohne irgendwelche Bedingungen, zur Verfügung gestellten Produkte.
    Mein Blog ist eher eine Plattform für meine persönliche Meinung, meine Erfahrungen in verschiedenen Bereichen, als eine Möglichkeit zum Nebenverdienst. Ich freue mich eher darüber, wenn ich wie am Sonntag auf dem Maimarkt, eine Pressekarte bekomme.
    Meine Motivation, Zeit und Geld zu investieren ist nicht, mehr Geld zurück zu bekommen, sondern Aussagen, wie die einer Freundin aus Neuseeland:
    „Ich möchte unbedingt dein Blog lesen können und das motiviert mich, besser Deutsch zu lernen. Ich werde bald einen Kurs besuchen.“

    Mich stört es nicht, wenn ein Blog Werbung zeigt, nur finde ich es schade, dass es oft die gleiche Werbung auf vielen Blogs ist. Nichts Neues, kein Geheimtipp, sondern einfach Werbung für Dinge, die ich eigentlich nicht brauche. Was für mich viel wertvoller ist, sind Links, die Blogger ohne Gegenleistung posten, einfach weil sie etwas Tolles im Netz gefunden und das Das-ist-so-toll-ich-kann-es-nicht-für-mich-behalten-Gefühl haben.

    Ich gestalte mein Blog nicht nach den Vorlieben meiner Leser – meine Leser folgen mir, weil sie mein Blog so mögen, wie ich es gestalte. Wäre mein Blog anders, hätte ich wohl auch andere Leser.
    Bei der Entscheidung, ob Werbung oder nicht sollte man sich wohl zu erst Gedanken über die Zielgruppe machen, die man ansprechen möchte.

    • Vor 5 Jahren

      Liebe Talie, vielen Dank für Deine Meinung! Dein letzter Satz war für mich ja auch Anstoß für diese Diskussion: was lesen meine Leser gerne? Und diese Diskussion hat mir in dieser Erkenntniss sehr sehr viel gebracht. Liebe Grüße Ricarda

  • Vor 5 Jahren

    Also erstmal meine liebe Ricarda,schön, dass du diese Diskussionsrunde ins Leben gerufen hast.Ich finde es auch nicht verwerflich mit dem Blog Geld zu verdienen, denn schließlich habe wir alle viel zu tun, wenn wir unsere Posts schreiben. Wir sind Autor, Fotograf, Texter, Graphiker, etc…und die vielen unter uns, die ihren Blog gerne auf ein professionelles Level bewegen wollen, müssen und sollten sich Gedanken über Werbung und Advertising machen. Wenn das Ganze aber innerhalb eines Bloges zum Grundthema wird und man sich nur noch durch Sponsorings und Giveaways liest, wird mir das persönlich zuviel, aber das ist nur meine eigene subjektive Wahrnehmung. Man darf ja bei den Blogs genauso selber entscheiden, ob man sie lesen will, so wie bei den Printmagazinen auch, oder? Das ist vielleicht gerade auch der Punkt…auch bei den Printmagazinen gibt es das Phänomen, dass man in mehreren verschiedenen Magazinen über das Gleiche liest, gleiche oder ähnliche Bilder sieht,vielleicht das eine oder andere ähnliche Gewinnspiel anbietet und trotzdem kaufen noch genügend Leser diese Zeitschriften. Vielleicht werden gerade die Blogs immer professioneller, den Printmagazinen ähnlicher, weil sie sich auf eine neue Ebene bewegen…mit Verlagen, Onlineshops und großen Firmen zusammenarbeiten. Ein neues Sprachrohr für diese analogen Gruppen werden und dann entsteht natürlich schnell eine Dynamik, die für viele im Widerspruch zu Individualität und Einzigartigkeit eines Blogs steht. Aber das Ganze ist nur eine Frage des Geschmacks und über den lässt sich bekanntlich nicht streiten, oder? Viele User lesen nun mal gerne persönliche und individuelle Blogs am besten ohne Werbung (diese Diskussionsrunde gab es übrigens auch schon bei unseren amerikanischen Vorbildern…;)…habe davon vor vier Jahren auf USA-Blogs schon gelesen, alles wiederholt sich), aber wenn man das Ganze professioneller aufzieht, kann man bestimmte Dinge nicht mehr so einfach individuell händeln…dann hängen da Firmenkunden, etc. daran…Aber lest ihr wegen Werbung eure geliebten Frauenmagazine auch nicht mehr? Liebe Ricarda, ich denke du warst im Schreiben deines Blogs doch immer schon eher zurückhaltend, was deine Privatsphäre anbelangt und deswegen sehe ich eigentlich persönlich keinen so großen Unterschied zu deinen Bloggeranfängen. Vielleicht vermissen deine Leser einfach wieder mehr den persönlichen Kontakt mit dir zwischen den Zeilen, sind gespannt auf die Ricarda dahinter…wer weiss…wollen wieder mehr über Shops, Reisen und dein Wohnen an sich lesen…am wichtigsten ist aber doch, dass dir dein Blog, dein Schreiben Spaß macht, denn auch die Printmagazine können es nicht jedem Recht machen…deswegen gibt es ja diese vielen tollen Zeitschriften und jeder sucht sich seine Favoriten aus…;)…ich drück dich und hoffe ich konnte ein wenig zu dieser spannenden Diskussion beitragen…danke dafür und alles Liebe und bis bald…drück dich…cheers and hugs…i…

    • Vor 5 Jahren

      Liebe Ines, ich les ja gar keine Frauenmagazine, nur Wohnzeitschriften ;), aber ganz ehrlich da überlese ich die Werbung meistens. Es stört mich aber, dass mehr Werbung als Inhalt in den Zeitschriften zu finden ist – insofern ist es schon wichtig auch auf dem Blog ein ausgewogenes Verhältnis zu haben. Und Du hast Recht – viel Privates zeige ich hier nicht und das soll auch so bleiben! Die Diskussion ist aber auf jeden Fall spannend und hilft mir dabei mich wieder ein bisschen selber zu finden! Liebe Grüße Ricarda

    • Vor 5 Jahren

      Ja Ines, ich lege viele Zeitschriften aus der Hand, weil sie a) viel zu viel Werbung enthalten (nicht nur offen ersichtliche), sondern b) auch sehr viele Artikel darin mittlerweile mit Werbung vollgepuscht sind, dass ich es nicht mehr sehen kann.

      Die schöne Zeitschriftenwelt ist leider zu verkonsumiert, wie inzwischen etliche Blogs auch, was ich sehr schade finde.

      Und es gibt nur wenige Blogs, die den Spagat zwischen Persönlichem und sponsored Posts in einem Stück schaffen – bei den anderen findet man zwischen den Zeilen leider nicht mehr viel.
      Und da mir Werbung sowieso auf den Keks geht, wenn sie in mehreren Blogs gleichzeitig auftritt um so mehr, kann ich den vielen Fremdcontentnlogs nicht mehr viel abgewinnen.
      Blogs, die zudem noch zugedröhnt sind mit vielen bunten Bildern in der Seitenleiste, die fallen durch mein Leseraster ohnehin durch.

      Ich mag´s halt immer noch, wie auch im Offlineleben sehr persönlich.

      Liebe Grüße

      Katja

  • Vor 5 Jahren

    Erstmal: Danke, dass du diese Diskussion auf deinen Blog führst und sogar deinen Blog als Beispiel zur Diskussion stellst – hier sind ja schon viele interessante Gedanken versammelt!
    Mich beschäftigt das Thema sehr – weniger, weil es mich persönlich betrifft, denn die Frage, ob ich sponsored posts oder Werbung auf meinem Blog will, stellt sich aufgrund von Stil und Größe ohnehin nicht und für mich ergeben sich Jobs oder interessante Möglichkeiten eher „durch“ und nicht „auf“ dem Blog – sondern eher, weil ich im „echten Leben“ mit dem Schreiben mein Geld verdiene und deshalb die Professionalisierung des Bloggens in Deutschland mit Interesse beobachte. Und leider auch mit ein wenig Erschrecken, muss ich sagen. Oft höre ich das Argument „Gesponserte posts und gratis zur Verfügung gestellte Produkte sind ok, wenn es zu meinem Blog passt“. Ich sehe das ein bisschen anders. Als Blogleser möchte ich in einem Blog, wenn es um Produkte geht (und das ist hier ja vor allem Thema) Dinge finden, auf die ich nicht gestoßen wäre, wenn der/die Blogger/in mit ihrem tollen Geschmack und Gespür sie nicht gefunden und geteilt hätte. Bei einem sponsored post handelt es sich fast immer um Produkte, die vielleicht irgendwie im Dunstkreis des Blogs herumschweben – aber über die man sonst wohl nicht geschrieben hätte. Mich stört das so sehr, dass ich gesponserte Posts grundsätzlich nicht lese und solche mit Links, bei denen nicht ganz klar ist, wer was für welche Gegenleistung bekommt oder bekommen hat, ärgert es mich. Denn ich finde wirklich, dass das an den „Grundfesten“ von Blogs rüttelt – nämlich dass man eine unbeeinflusste Meinung liest und dafür auf der anderen Seite auch in Kauf nimmt, dass ein post mal nicht ganz so geschliffen formuliert ist, ein Foto nicht perfekt oder sich irgendwo ein Fehler einschleicht. Denn es stimmt natürlich, dass Printmagazine (oder auch kommerzielle Blogs großer Firmen) genauso offen oder versteckt gesponsert werden – aber dafür bekommt man dann auch z.B. eine professionell gestaltete Fotostrecke und nicht ein auf dem Wohnzimmertischchen drapiertes und abfotografiertes geschenktes Irgendwas – um es mal zugespitzt zu sagen. Und: Klar, Bloggen braucht Zeit und für die bekommt man auch gern etwas als Gegenleistung. Aber wenn das zum Nachteil des Lesers wird, stellt man sich damit vielleicht eher selbst ein Bein. Was schade ist, denn viele Blogger sind wirklich tolle Multitalente und an sich finde ich es toll, dass es grundsätzlich jeder ganz demokratisch aus eigener Kraft „ganz nach oben“ – oder wohin auch immer – schaffen kann.
    Ich finde, dass es auch wirklich eine wichtige Diskussion ist, welche Standards man an Anfang der Entwicklung setzt – dazu gab es in den USA eine interessante Duskussion in der fashionbloggerszene, nachdem Suzie Menkes ihren Blogger-kritischen Artikel veröffentlicht hatte. Eine sehr interessante Antwort ist die hier, finde ich: http://www.manrepeller.com/2013/02/blog-is-a-dirty-word.html Ein Zitat daraus: „I found myself wondering if we, the bloggers, have entered an era where we can’t like anything without having our motives questioned. Yes, I concluded. Unfortunately we have. (…) We never should have accepted gifts in the first place.“
    Mein Kommentar ist ja jetzt schon ein Roman geworden – kurz zu den Fragen zu deinem Blog: Ich lese z.B. gerne über Shops und Orte, die du besuchst und grundsätzlich finde ich, dass dein Blog durch eine hohe sprachliche Qualität heraussticht. Über Produkte zu lesen finde ich an sich ok – wenn die posts gesponsert sind, interessieren sie mich nicht. Und mit den blogst-artikeln habe ich gar kein problem – aber vielleicht könnte das Leser stören, die selbst keine Blogger sind. Und Anzeigen stören mich auch nicht, denn die sind ja klar vom „redaktionellen“ Inhalt getrennt.
    Puh. Einen schönen 1. Mai noch!

    • Vor 5 Jahren

      Liebe Lena, hui, das war wirklich eine sehr lange und spannende Antwort – vielen Dank für Deine Ehrlichkeit! Du sprichst mir in vielen Bereichen aus der Seele. Aber es ist ja auch die Erfahrung die man nach und nach mit gesponserten Artikeln macht. Anfangs denkt man vielleicht – oh wie toll, um dann später festzustellen wie schwer es ist einen solchen Artikel zu schreiben und das der Leser ihn vielleicht gar nicht lesen möchte. Eine wichtige Erkenntniss, vor allem dadurch das meine Leser das hier so ehrlich kommunizieren. Viele Blogs werden immer professioneller – super Bilder, immer die neuesten Produkte und Bildstrecken, wie man sie aus Food- oder Einrichtungszeitschriften kennt. Warum sind gerade diese Blogs so erfolgreich? Oder ist das nur gefühlt so?

      Danke für das Kompliment zur hohen sprachlichen Qualität. Das ehrt mich und tut mir an dieser Stelle besonders gut!

      Liebe Grüße
      Ricarda

  • Vor 5 Jahren

    hi ricarda,
    jetzt möchte ich mich auch noch mal zum thema äußern, kenne ich es doch von beiden seiten. zum einen habe ich meinen eigenen blog, der auf mich und mein unternehmen zugeschnitten ist und deshalb weitestgehend frei von anderer werbung ist. die banner auf meinem blog werden kostenlos an freunde, bekannte und labels, die ich mag, vergeben. gesponserte posts gibt es fast gar nicht, ich lehne in der regel ab … jetzt bin ich allerdings das erste mal schwach geworden, aber die abwicklung gestaltet sich so, dass es wahrscheinlich eine einmalige sache bleiben wird :-).

    auf der anderen seite ist mein banner auf dem einen oder anderen gut besuchten blog zu sehen. ich beteidige mich an gesponserten posts. aber ich suche sorgfältig aus, auf welchen blogs ich vertreten sein möchte …
    eigentlich erhalte ich viele anfragen und oft ärgere ich mich über diese mails und darüber, dass ich überhaupt darauf antworten muss. sehr viele produkttesterblogs stellen anfragen: kaum besucher auf der seite, kein impressum, kein konzept, viele rechtschreibfehler und keine eigene email-anschrift … und dann stelle ich mir die frage: „möchtest du wirklich in einem atemzug mit hundefutter, cremes und eingeschweißter wurst genannt werden?“ NEIN, auf keinen fall. schön auch die anfragen für stoffspenden, damit man sein eigenes business vorantreiben kann. sicherlich wird wie versprochen an jedem fertigen produkt vermerkt sein „das material für dieses produkt wurde von der firma … gesponsert.“ zusätzlich gibt es natürlich noch einen blogeintrag und eine facebookerwähnung mit einer handvoll followern …

    ich finde es in total ordnung, wenn gute blogger mit werbung geld verdienen möchten, aber es nervt mich, dass viele sehr unprofessionell an die sache herangehen und denken, einfach auf diesen zug aufspringen zu können. das macht auch uns händlern eine menge unnötiger arbeit :-). bei mir kommen auf 1 gute anfrage locker 20, die von business weit entfernt sind …
    werbung ist für mich teil meines geschäftes und ich wäge beispielsweise ab, ob ich eine anzeige bei einer suchmaschine, bei facebook, in der tageszeitung, einer wohnzeitschrift oder bei bloggern schalte … alles hat seine vor- und nachteile und ich setze in der regel auf eine bunte mischung. aber ich erwarte auch, dass alle meine partner ähnlich professionell handeln. ein blogger ohne gewerbe, der keine rechnung für seinen deal mit mir schreiben kann, agiert auf einer anderen ebene als die anderen werbemöglichkeiten und ist damit aus dem rennen …

    kurzum, ich glaube blogwerbung ist gut, aber auf beiden seiten besteht noch nachholbedarf: händler müssen das potential der vieler blogger mehr würdigen. gleichzeitig müssen blogger erkennen, dass sich nicht jeder blog als werbeplattform eignet …
    ich bin gespannt, wie sich alles entwickelt.
    bianca

    • Vor 5 Jahren

      Liebe Bianca,

      vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Du sprichst mal die andere Seite an, etwas, dass ich im Gespräch mit Agenturen und Firmen auch schon oft zu hören bekommen habe. Das Nachfragen nach kostenlosen Produkten von „Produkttesterblogs“ und der undurchsichtige Dschungel – welcher Blog ist „gut“ und tatsächlich geeignet etwas zu zeigen. Eine schwierige Entscheidung, wenn man sich in der „Blogosphäre“ nicht auskennt. Ich kann Deine Position gut verstehen. Und ich sehe es auch so – auf beiden Seiten ist Nachholbedarf. Mal sehen, was sich aus dieser Diskussion ergibt. Vielleicht gibt es mal eine Möglichkeit, beide Seiten zusammen zu bringen und ein vernünftiges Konzept zu erarbeiten? Ich fände das spannend! Ganz liebe Grüße Ricarda

    • Vor 5 Jahren

      ich auch :-).

  • Vor 5 Jahren

    Liebe Ricarda,
    eine interessante Frage, die du da gestellt hast. Und so viele spannende Antworten. Was ich mich nur die ganze Zeit gefragt habe, warum macht ihr euch so viele Gedanken darum? Ich finde, Arbeit und Kompetenz sollte etwas wert sein und damit auch bezahlt werden. Wenn über Werbung oder Produkte, dann ist es ein Weg. Oder man baut mit dem Blog eine Fangemeinde auf, die zB Seminare besucht oder die eigenen Produkte kauft.
    Liebe Grüße Ute

    • Vor 5 Jahren

      Liebe Ute, ICH mache mir Gedanken darüber, weil mir ein Blog mit Werbung ja nichts nützt, wenn ihn keiner mehr liest. Und die Meinungen meiner Leser – was interessiert Euch, was findet Ihr doof, finde ich sehr spannend und bringt ich auf jeden Fall weiter.

      Ganz liebe Grüße. Ich freu mich sehr, dass Du kommentiert hast ;).
      Ricarda

  • Liebe Ricarda,
    wow, damit hast Du eine richtige Welle losgetreten, Klasse! Ich finde es sehr mutig, dass Du Dich direkt mit den Meinungen Deiner Leser konfrontierst.
    Und ich ziehe auch für mich eine Menge an Informationen für mein Blog heraus!
    In dieser ganzen Diskussion ist eigentlich schon fast alles gesagt worden und doch möchte ich auch noch meine twocents dazugeben.
    Ich lese Dein Blog schon lange -lange bevor wir uns kannten und ich wusste, was für eine tolle Frau hinter dem ganzen hier steckt.
    Jetzt wo ich Dich kenne, lese ich hier noch lieber, weil ich dann das Gefühl habe, ich höre Dir direkt beim Erzählen zu.
    Ich kann als Blogleser viele Kommentatoren verstehen, die sagen, dass sie Blogs aufhören zu lesen, die nur noch aus Werbung bestehen. Dazu fallen mir aber zuerst andere Bloggerinnen ein. Welche die am Anfang viele DIYs oder Bilder ihrer Wohnung gezeigt haben und nun eine Verlosung nach der anderen kommt.
    DAZU GEHÖRT DEIN BLOG ABER NICHT.

    Ich finde, Du hast eine gute Mischung aus allem. Natürlich überwiegt auch mal das eine oder andere Thema, so wie jetzt bei der Blogtour. Aber es ist doch auch Ok wenn es mal eine Artikelserie gibt und dann kommt wieder etwas anderes…

    In anderen Blogs, die ich früher total gern gelesen habe, gibt es jetzt nur noch vegane Rezepte statt DIYs, das finde ich viel schlimmer.

    Was das Thema Deines Blogs angeht, ist es doch ziemlich klar, dass man, wenn es um Einrichtung geht, überwiegend Produkte vorstellt. Ich frage mich, wie viele Leser Du hättest, wenn Du NUR Bilder aus Deinem Haus gezeigt hättest, dann wäre es hier sicher auch schnell langweilig. Davon solltest Du Dich nicht abschrecken lassen.

    Ich persönlich versuche ja auch meine Linie mit Kooperationen und Werbung zu finden. Ich finde es nicht schlimm, ein bisschen Geld zu bekommen, für die ganze Mühe die man sich macht und die ganzen Informationen, Anleitungen und Downloads die man anderen einfach so zur Verfügung stellt. Wie oben schon geschrieben wurde, es macht richtig Arbeit. Machmal bastele und fotografiere ich ein ganzes Wochenende. Natürlich mit Herzblut und als Hobby, aber natürlich auch mit dem Hintergedanken eine Anleitung dafür zu schreiben und dass die Bilder auf dem Blog besonders gut rüberkommen.

    Was die Verlosungen angeht, finde ich es nicht so schlimm, mal selbst nichts von einer Verlosung zu haben, sondern nur einen Mehrwert für meine Leser zu schaffen. Ich habe sehr treue und liebe Leser und finde auf diese Art kann ich mich dann auch mal für die Treue und liebe Kommentare bedanken!

    Ich selbst sehe mein Blog in erster Linie als etwas, das ich für MICH mache. Ich blogge aus Spaß am Thema und ich habe auch gebloggt und geschrieben, als ich keine Statistiken gezählt und mir keine Gedanken um Professionalität gemacht habe. Sicherlich hat sich mit der Zeit die Qualität und der eigene Anspruch verändert. Und manchmal will ich auch zu viel und vergleiche mich mit den falschen Leuten. Dann muss ich mich wieder neu justieren und überlege, was ich eigentlich will und bin und dann geht es weiter. „Sich treu bleiben“ heisst der Zaubersatz.

    Ich möchte auch gern weiterhin an dieser Stelle über Deine Reisen und auch Deine Workshops lesen. Ich fühle in jeder Zeile die Du schreibst, dass Du Dein ganzes Herz und Deine ganze Seele ich diese Workshops und Konferenzen gibst und die Begeisterung und Aufregung steckt an.
    Und Denk dran: Dein Blog ist Dein Zuhause ;-)

    Alles Liebe, Danny

    • Vor 5 Jahren

      Liebe Dani,

      ja, mein Blog ist mein Zuhause – das ist echt wahr! Dem ist eigetnlich nicht mehr viel hinzuzufügen. Ich danke Dir für Deine Meinung und Deine Gedanken hier! Liebe Grüße Ricarda

  • Vor 5 Jahren

    Liebe Ricarda,

    Pressemeldungen die zum Blog passen finde ich häufig schon zu viel des guten, aber hin und wieder sind doch informative Sachen dabei, deshalb hab ich mich nicht überall abgemeldet. Ich würde mir hier wünschen, dass die PR Agenturen ihre Verteiler zwischen klassischer Presse und Bloggern trennen und unterschiedlichere Newsletter versenden – vielleicht für uns Blogger nicht zu oft, dafür mit für Bloggern interessanteren Inhalten.

    Diese Linktausch Anfragen sind teils schon wie spam – ärgerlich.

    Werbung und Sponsoring, hmmm, ich denke auch die Mischung aus allem sollte stimmen. Blogs die überall vor Werbung blinken lese ich auf Dauer genauso wenig wie Blogs die aus rein gesponserten Artikel bestehen. Obwohl ich das Sponsoring auch hier etwas differenzieren möchte. Denn gerade im Bereich der Reiseblogger entstehen viele Beiträge aus Reisen hinter denen eine Einladung steht. Sprich, die Reise selbst ist gesponsert, den Beitrag verfasse ich aber nach meinen Erlebnissen und Empfindungen selbst und ich stecke in den Beitrag meine eigene Arbeitskraft hinein. Generell finde ich es besonders wichtig, die (sagen wir mal) Herkunft der Beiträge zu kennzeichnen.

    Ich denke aber auch, dass wohl niemand einen gut geschriebenen und gut bezahlten sponsored Post ablehnen würde, wenn er nicht völlig abtrünnig vom eigenen Bloginhalt ist. Im Geld schwimmen wir ja alle nicht, also ist es niemandem zu verdenken.

    Nun bin ich gespannt wohin diese Diskussion noch führt und wie ihr das Thema ggf. wieder aufgreift. Irgendwann schaffe ich es hoffentlich auch einmal zu einem Blogst nach Köln.

    Herzliste Grüße auf Lövenich
    Christina

    • Vor 5 Jahren

      Liebe Christina, ehrlich gesagt sehe ich das gerade bei Euch Reisebloggern kritisch – ich habe gedacht, ein Reiseblogger ist jemand der aus Leidenschaft reist und dewegen darüber schreibt. Bei einigen Deiner Kollegen habe ich aber den Eindruck, dass man kostenlos eine Reise abgreift und dann mal im Internet ein bisschen darüber schreibt. Und sich eben Reiseblogger nennt. Ist das authentisch und glaubwürdig? Da stellt sich doch die selber Frage: hätte man über das Produkt bzw. die Reise bzw. das Hotel oder den Auflug geschrieben, wenn man es nicht bezahlt bekommen hätte?
      Liebe Grüße
      Ricarda

Ich freue mich über einen Kommentar!