arbeiten im pop up office

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Ich blogge inzwischen seit sechs Jahren, am Anfang als Hobby, doch mit der Zeit haben sich rund um den Blog viele viele Projekte ergeben, mit denen ich inzwischen meinen Lebensunterhalt verdiene. Ich bin viel unterwegs und wenn ich arbeite, dann in meinem Home Office, unserem ehemaligen Esszimmer, das sich immer noch nicht so ganz entscheiden kann ob es nun Esszimmer oder Homeoffice ist. Das Arbeiten von zu Hause hat eine ganze Menge Vorteile – ich kann mal eben zwischendurch eine Waschmaschine in den Trockner schmeißen, mich mittags eine halbe Stunde in den Garten in die Sonne legen, ich bin da wenn eins der Kinder krank aus der Schule nach Hause kommt oder mal wieder Stunden ausfallen. Aber es hat auch eine ganze Menge Nachteile – manchmal sitze ich auch noch um elf Uhr im Schlafanzug vor dem Rechner, anstatt zu arbeiten kuschel ich mich noch mal ins Bett oder eine Freundin klingelt und obwohl dringend etwas fertig werden müsste trinke ich mit ihr einen Kaffee und quatsche mich fest.

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Schon oft habe ich darüber nachgedacht aus meinem Home Office auszubrechen, doch wohin? Ein eigenes Büro suchen? Sich in eine Bürogemeinschaft einmieten? Ins Café? Oder mal ein Coworking-Space ausprobieren? Ein eigenes Büro zu suchen ist mit fixen Kosten verbunden, die man als Freiberufler ja erst mal verdienen muss. Eine passende Bürogemeinschaft ist auch nicht so einfach zu finden. Die Café Lösung habe ich ausprobiert, aber auf Dauer könnte ich mich dort nicht konzentrieren. Und Coworking Spaces haben wir in Köln zwar einige, aber entweder liegen sie für mich ungünstig oder sie haben einfach nicht das, was für mich wichtig ist.

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Zusammen mit Selmin von Tweed & Greet, die ich auf einem BLOGST Workshop kennen gelernt habe und die eigentlich den Stein erst ins Rollen gebracht hat, habe ich in den letzten Wochen überlegt, wie für uns die Arbeit der Zukunft aussieht. Wollen wir weiterhin alleine an unseren Schreibtischen zu Hause hocken, auch wenn man natürlich facetimen oder twittern kann oder über Snapchat oder Facebook Messenger miteinander verbunden ist?

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Durch einen Zufall sind wir dann auf das Studio Mennicke aufmerksam geworden – Jens arbeitet hier zusammen mit einem Kollegen als Kreativer und hatte zwei freie Schreibtische. Wir verabredeten einen Termin und waren begeistert – was für coole Räumlichkeiten! Das Studio ist in einem Loft in einer alten Färberei untergebracht und sowohl für Selmin als auch für mich gut zu erreichen. Das Interior ist eine tolle Mischung aus Designklassikern, Industrielampen und Vintagemöbeln – genau mein Ding!

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Jetzt arbeiten wir also seit einer Woche im, wie wir es liebevoll nennen, Pop up Office, denn im nächsten Monat wollen wir erst mal ausprobieren, ob das für uns so funktioniert wie wir uns das vorstellen. Also Selmin für sich und ich natürlich für mich. Vielleicht haben wir ja auch ganz unterschiedliche Vorstellungen. Wir werden es sehen!

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Es tut auf jeden Fall gut, morgens aus dem Haus zu gehen. Und im Idealfall nach Hause zu kommen und den Rechner zugeklappt zu lassen. Ich werde berichten, was sich aus dem Pop Up Office ergibt. Ob ich bleibe oder aus dem Home Office dann doch ein richtiges Office mache. So ist das!

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14 Kommentare

  • Vor 10 Monaten

    Da bin ich gespannt wie das Experiment ausgeht. Wunderschön eingerichtet ist euer Büro auf jeden Fall, aber das ist dein Zuhause ja auch.
    Liebste Grüße, Flo

  • Vor 10 Monaten

    Liebe Ricarda,
    ich bin sehr gespannt auf deinen Bericht. Im Café arbeiten finde ich auf Dauer auch schwierig, jedenfalls nicht, wenn ich mich allein konzentrieren muss. Diskussionen und Teamarbeit fällt mir da leichter. :-) Euer Pop up Office sieht auf jeden Fall sehr vielversprechend aus. Ich kann mich grundsätzlich gut disziplinieren, aber kann auch nachvollziehen, dass es gut ist, wenn man die Arbeit im Büro lassen kann.
    LG Bine

  • Vor 10 Monaten

    Das Arbeitsleben als Selbständiger von zu Hause aus kenne ich auch gut, ist bei mir genauso wie bei dir beschrieben, auch ich genieße da die Vorzüge, fände es aber manchmal auch schön mit anderen Kreativen in einem gemeinsamen „Büro“ zu arbeiten. Sicher ist das manchmal effektiver, da man eben nicht von anderen Dingen abgelenkt wird (Sonne, Wäsche, Freundin…) aber für mich wäre es gar nicht machbar, außerhalb der Großstadt wohnend ginge viel zu viel Zeit für die Fahrt drauf, die man wieder nützlicher verbringen könnte, dazu die Kosten für die Räumlichkeiten, die nicht mehr so flexible Zeiteinteilung (mit Kind muss man zu bestimmten Zeiten wieder zu Hause sein)…. Ich bin gespannt wie das Experiment bei dir ausgeht und ob die Vorteile oder die Nachteile überwiegen.
    Viele Grüße Kathrin

  • Vor 10 Monaten

    Wow, das sieht toll aus und ich würde wahnsinnig gern mehr darüber erfahren! Wie lässt es sich so arbeiten, hast Du das Gefühl, konzentrierter zu sein oder ist die Ablenkung eher anderer Natur? All solche Sachen! Und natürlich, was so mit dem Konzept auf sich hat :-).

    Ich hab auch schon manchmal darüber nachgedacht, ob ich effektiver wäre, wenn ich meinen Arbeitsplatz woanders hätte (die Sache mit dem Wäschetrockner… :-p). Für meine kreativ-handwerklichen Sachen (wie Nähen etc.) kann ich das nicht behaupten, das mache ich, wenn sich Zeitfenster ergeben. Aber vor allem fürs Schreiben sieht das wohl anders aus! Da hocke ich manchmal hier vor meinem Computer und kann wirklich schlecht alles um mich herum ausblenden. Aber momentan ist hier nichts anderes drin, als das Arbeitszimmer zu Hause – ich denke, ich werde vielleicht mal mit einem Laptop und ab und zu einer anderen Location beginnen (wobei Café auch nicht unbedingt meins ist – da bin ich nur wieder zu viel mit Leute kucken beschäftigt – haha).

    Liebe Grüße,
    Carolin

  • Vor 10 Monaten

    Liebe Ricarda,
    genau mein Thema gerade. Bereits vor einem Jahr habe ich mein Home Office aufgegeben und ein kleines Studio in einer Künstler-/Design-Gemeinschaft gefunden. Ich brauchte unbedingt Ansprache und musste raus. Allerdings sind die Kosten für ein eigenes Büro nicht zu verachten, daher suche ich bereits wieder nach einer Alternative. Vielleicht ist so ein Coworking Space das Richtige!? Bin gespannt, wie es dir gefällt.
    Grüße, Angela

  • Vor 10 Monaten

    Tolles Büro und wundervolle Idee! Bin schon sehr gespannt wie du dich entscheidest!

    Ganz liebe Grüße
    Ines

  • Vor 10 Monaten

    Wunderschöne Räume!! Ich kenne das Problem auch…zu Hause arbeiten (wo dann aber jederzeit Ablenkung lauert) oder doch Büroräume?! Ich bin gespannt auf Deine Erfahrungsberichte….

    Dir, liebe Ricarda, ein herrliches Restwochenende.
    Alles Liebe,

    die Anne

  • Liebe Ricarda,
    die Fotos sehen toll aus – nach guten Vibes für kreatives Arbeiten. Mich treiben schon länger die gleichen Themen um. Ich genieße es, im Homeoffice zu arbeiten und könnte manchmal durch die Decke gehen, wenn mein Sohn aus der Schule kommt und einfach in mein Büro reinplautzt. Außerdem hätte ich ab und zu doch ganz gern Kollegen und Ansprache á la „Wie war Dein Wochenende? Was gabs zu essen? Neeeein, echt – das is Dir passiert…?!“ Die Co-Work-Spaces in Leipzig passen für mich nicht (zu laut, zu weit weg). Ich warte darauf, dass mir was geografisch-persönlich-Passendes begegnet – so wie bei Dir.

    Hab eine schöne Woche (hab gestern in Deinem #diekrückeundieplautze-Hashtag erst später gesehen, dass Du ja offenbar immer noch humpelst?! Oh je… Ganz dolle gute Besserung!!)

    Herzliche Grüße aus Leipzig, Anja

  • Vor 10 Monaten

    Also, ich fände eine Zusammenarbeit mit jemandem befruchtend. Ich selbst habe verschiedene Arbeitsplätze in meinem Haus. Da ich verschiedene Unternehmensbereiche unter „Das Einhorn“ kombiniert habe, ist es sehr abwechslungsreich und auch räumlich immer mal besser, an einer anderen Stelle zu arbeiten. Aber, da ich alles in einer Person bin, habe ich in meiner Arbeit ausschließlich den Kontakt mit dem Kunden…
    Meine Disziplinierung erfolgt duch die Festlegung eines festen Arbeitsbeginns. Das Ende ist dann meist durch die Familie bestimmt. Aber es gibt auch reguläre Öffnungszeiten. Ich könnte viel darüber berichten. Das werde ich wohl auch in einem meiner nächsten Posts tun. Danke für die Anregung! Jetzt wird allerdings im Juni erst mal des Einhorns Weißer Garten im Mittelpunkt stehen. Ich würde mich über einen Besuch und / oder Kommentar auf meiner Seite sehr freuen! HomeWhiteFengShui.blogspot.com
    Euer HomeWhite

  • Vor 9 Monaten

    Hallo, ich bin ja der Ansicht, dass der Trend in den letzten Jahren doch eher Richtung Homeoffice geht. Bin aber gespannt wie das Experiment hier ausgeht. Freundliche Grüße aus Düsseldorf, Osmo.

  • Vor 8 Monaten

    Interessant…
    Auch wir arbeiten seit gut 5 Jahren in unserem Home Office
    Aus steuerlichen Gründen musste das extra Schlafzimmer dafür weichen:-p
    (Da das Wohnzimmer eh nur für Besuch genutzt wurde, haben wir es in ein optisches getrenntes Schlazimmer bzw. Fernsehecke aufgeteilt.
    Wie du beschreibst, fehlt beim Home office natürlich die soziele Komponente, aber den Riesenvorteil
    – nicht morgens irgendwohin zur Arbeit fahren zu müssen
    – keine Parkplatzsuche
    – Mittags ordentlich warm Essen
    -Fahrtkosten
    -…
    möchten wir nicht aufgeben.

    Bin mal gespannt, wie dein Experiment ausgeht, Ricarda, ein Update wäre nett:-)

  • Vor 7 Monaten

    Schöner Artikel. Bin sehr gespannt wie es weitergeht :)

  • Vor 7 Monaten

    Hallo Ricarda, das ist die Krux mit dem Arbeiten von zuhause aus: der Esstisch wird zum Schreibtisch vlt gibt es bald einen Post zu schönen, kleinen Arbeitsplätzen für zuhause von dir würde mich auf Inspiration freuen! Liebe Grüße, Johanna

Ich freue mich über einen Kommentar!

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