bloggen ohne blog – ist das die zukunft?

Bloggen ohne Blog?

Vor zwei Wochen habe ich einen Workshop für eine Tagung vorbereitet. Der Titel des Workshops hieß Corporate Blogs. Während der Vorbereitungen bin ich auf mehrere Beiträge zum Thema ‚Bloggen ohne Blog‘ gestoßen. Ich habe Gespräche geführt und mir viele Gedanken gemacht. Natürlich ging es dann in dem Workshop auch ums Thema Corporate Blogs. Aber es ging auch um Facebook, Twitter, Youtube, Instagram, Pinterest, Snapchat und Periscope. Und so stand am Anfang die Frage – wenn wir am Ende des Workshops angekommen sind, stellen wir dann fest, dass wir einen Blog heute gar nicht mehr brauchen?

Rund um den eigentlichen Blog kreieren wir nämlich tatsächlich jeden Tag ganz schön viel Content – wir twittern, schreiben Statusmeldungen bei Facebook, pinnen was das Zeug hält, machen schöne heile Welt Bilder für Instagram und erzählen von Banalitäten auf Snapchat. Das alles kostet Zeit. Und noch mehr Zeit kostet es einen Blogpost zu schreiben, der etwas hat, mit dem der Leser etwas anfangen kann – einen Mehrwert. Das ist anstrengend und dafür muss man sich manchmal ganz schön schlauchen. Nicht alle Blogger, die anfangs große Ziele hatten, halten das durch. Es ist doch auch viel einfacher, mal eben schnell etwas zu twittern, oder eben ein Bild inklusive Rezept auf Instagram zu posten.

Seit Anfang Januar liest man immer wieder über den Rückgang von Likes und Interaktion bei Instagram. Nadine von Planet Hibbel hat dazu kürzlich etwas gepostet und gestern gab es einen wirklich guten Beitrag zu diesem Thema auf blogg.de. Auch ich habe das schon bemerkt – komisch ist, das die Anzahl an Followern steigt, die Interaktionsrate aber zurück geht. Ich selber komme mit dem Sperren von Fake Accounts und sogenannten Geist-Followern (also Instagrammer die folgen aber nicht interagieren), nicht mehr hinterher. Ich sehe nicht mehr die mir wichtigen Beiträge von guten Freunden oder einfach Menschen denen ich gerne folge, weil mir immer mehr Werbung in die Timeline gespült wird.

 

Bloggen ohne Blog

 

Gleichzeitig bekommt Instagram Konkurrenz durch Periscope und Snapchat. Im Gegensatz zu youtube traut man sich mit diesen Apps schneller hinter oder auch vor die Kamera, hier wird nichts geschönt, alles ist live und ungefiltert. Das finden bei Snapchat gerade Jugendliche gut, denn anders als bei Instagram kann man nichts liken oder so kommentieren, dass es alle sehen, hier geht es nicht um die Anzahl der Freunde oder Follower. Und auch immer mehr Blogger jenseits der 20 (oder 30 oder 40 :)) entdecken Snapchat für sich und in Fachkreisen wird es eh als der neue „heiße Scheiß“ verkauft – Content Marketing in authentischem Umfeld wird gerade sehr gehypt. Lohnenswertes Storytelling mit Einwegcontent ist hier das Stichwort.

Die Veränderung bei Instagram hat vor allem aber auch eins zur Folge – die Sorge, das Zahlen plötzlich nichts mehr Wert sind, Inhalte nicht mehr sichtbar und die App auf dem absteigenden Ast. Ich finde ja, das Zahlen eh immer relativ sind und sichtbare Zahlen auch nicht immer etwas über die relevante Reichweite aussagen.

Ich mag Instagram, ich twittere fast täglich, pinne, bin bei Periscope manchmal live und immer öfter auf Snapchat unterwegs. Aber eins steht im Zentrum wie ein Fels in der Brandung – und das ist mein Blog. Ich hatte auch schon Höhen und Tiefen, manchmal finde ich es frustrierend das ich viel Zeit in einen Blogpost investiere und dann nur (im Gegensatz zu „früher“) so wenig kommentiert wird. Aber – so what – der Blog wird ja trotzdem gelesen! Und es ist MEIN Blog, es sind meine INHALTE, die zwar auf gemietetem Webspace liegen, aber die regelmässig gesichert werden und die NICHT WEG sind, auch wenn mein Hostanbieter plötzlich pleite macht. Und ich muss ja auch gestehen, dass der Tag nur 24 Stunden hat und auch ich zwar gerne Blogs lese, aber auch immer weniger Zeit zum Kommentieren habe.

Deswegen gibt es für mich keine Zukunft ohne Blog. Und das war auch das Ergebnis meines Workshops vor zwei Wochen. Der Blog ist für mich die Grundlage für alles, was darum herum geschieht. Für mich ist er in erster Linie nach wie vor eine Art Tagebuch, etwas wo ich meine Leidenschaft fürs Wohnen und Reisen mit Menschen teilen kann und darf. Er ist eine großartige Möglichkeit Gedanken in Worte zu fassen, Gedanken, die sichtbar bleiben und sich nicht nach 24 Stunden in Luft auflösen (wobei das bei Snapchat etwas ist was ich mag, weil man auch mal den Mut hat etwas ungeschönt zu zeigen oder zu sagen).

Und deswegen geht für mich Bloggen ohne Blog nicht! So ist das!

35 Kommentare

  • Vor 10 Monaten

    Hach schön gesagt Ricarda! Ich kann nur nicken und Dir zustimmen :) Für mich wird der Blog auch immer zentraler Mittelpunkt bleiben.

  • Sandra
    Vor 10 Monaten

    Ich nutze nur Instagram, habe keinen Blog. Ich merke, dass ich immer weniger Blogs direkt lese, weil ich die Fotos meistmschon von Instagram kenne. Das führt leider dazu, dass ich schneller wieder wegklicke.
    Gruß von Sandrs

    • Ricarda
      Vor 10 Monaten

      Das ist nicht unbedingt der Sinn der Sache, denn eigentlich sollte jedes Soziale Netzwerk seine eigene Strategie und eigenen Content haben – das klappt natürlich nicht immer, sollte aber die Ausnahme sein!

  • Vor 10 Monaten

    schöner Beitrag, ich stelle in letzter Zeit auch immer wieder fest, dass es viele „Blogger“ nur mit facebookseite oder Instagrammaccount gibt, youtuber ohne blog gab es ja schon länger, aber ohne Blog gehts für mich irgendwie nicht, immerhin ist mein Blog meine ganz eigene Plattform wo ich nicht vom Anbieter abhängig bin und irgendwann einfach Werbung auftaucht oder die Reichweite schrumpft
    auf dem Blog verschwinden Beiträge auch nicht einfach im Nirwana, Rezepte kann man zb viel einfacher Suchen als bei facebook und snapchat ist für mich sowieso nur der neueste Beweis dafür, wie schnell Neuigkeiten oder Nachrichten heutzutage an Relevanz verlieren
    lg

    • Ricarda
      Vor 10 Monaten

      Das stimmt mit der Relevanz, aber daran merkt man auch das eben nicht wirklich jede Nachricht, jedes Bild oder jeder Snap tatsächliche Relevanz hat. Oder? ;)

  • Vor 10 Monaten

    Du sprichst mir aus der Seele! Ich denke, ein Blog wird auf Dauer Bestand haben – andere Plattformen können einen länger oder kürzer dauernden Hype haben. Nicht nur aus Zeitgründen bin ich ausschließlich auf meinem Blog tätig – und mir gibt das ein beruhigendes Gefühl der Beständigkeit.
    Danke, dass Du weiter bloggst!
    xx Rena

  • Vor 10 Monaten

    Das hast Du wunderbar geschrieben! Am Ende bin ich Blogger, weil ich verdammt gerne schreibe und mir mit T>ext und Fotos Mühe gebe. Das Gefühl gibt mir kein Social Media Kanal.

    Liebe Grüße
    Barbara

    • Ricarda
      Vor 10 Monaten

      Blogger weil ich verdammt gerne schreibe – das ist ja der Ursprung des Bloggens, es ist ein Tagebuch im Web! So sehe ich das auch und deswegen sind Blogger Blogger, Youtuber Youtuber und Instagrammer Instagrammer und eben nicht alle Blogger.

  • Vor 10 Monaten

    Hallo liebe Ricarda,
    Tja, da sagst du was. Ich mache mir auch schon lange Gedanken und frage mich, lohnt das bloggen noch? Oder lieber nur Instagram? Geht doch auch viel schneller… Und dann die Sache mit den Followern. Ich bin ja jetzt auch schon ne Weile dabei und krebse da so rum. Dann sieht man Blogs mit tausenden von Followern… puh! Die Zeiten sind wohl vorbei. Bei Instagram ärgerts mich immer, wenn da Follower auftauchen, wo ich genau weiß, die sind in einer Woche wieder weg. Follow me, follow you – das ist nicht mein Ding. So ging es mir auch mit Facebook. Was hat man da plötzlich für Freunde???? Und was muss man sich da alles für einen Mist anschauen. Daher habe ich mich da auch ganz fix nach eine halben Jahr wieder komplett abgemeldet. Und Leute, die mir nur folgen, damit ich ihnen auch folge, die können mir auch gestohlen bleiben.
    Irgendwie baut man ja auch so eine Art „Kern-Leserschaft“ auf, die fleißig kommentieren, die man sich selbst gerne anschaut und kommentiert und die man vielleicht sogar im wirklichen Leben kennt. Und wenn das eben nur 5 oder 10 sind – dann ist das eben so.
    Ja, bloggen kostet Zeit und manchmal auch Hirnschmalz. Aber irgendwie ist das genau mein Ding. Es macht mir einfach Spaß. Und ist ein prima Ventil für meine Kreativität, die sonst in irgendeiner Schublade landen würde. Außerdem hat mich das Bloggen genau dahin gebracht, wo ich immer hin wollte – nämlich kreative Bücher zu gestalten. Hätte ich ohne meinen Blog nie geschafft. Und darüber bin ich sehr glücklich.
    In diesem Sinne: ich bin dann mal bloggen :)
    Lieben Gruß und danke für den tollen Beitrag.
    Yna

    • Ricarda
      Vor 10 Monaten

      So sehe ich das auch – der Blog ist für mich der Weg, der mir ganz viel ermöglicht hat, zum Beispiel auch bei einem Buchprojekt dabei zu sein! Ob ich das wohl nur mit Instagram erreicht hätte? Ich glaube nicht. Und so schade es auch ist, dass nicht mehr so viel kommentiert wird – ich freue mich über jedes Herz, jeden Kommentar und jeden einzelnen Seitenaufruf. Zahlen sind eben auch nicht alles!

  • Vor 10 Monaten

    Das hast du wirklich toll formuliert, besser hätte ich es eigentlich nicht sagen können. Ich blogge noch nicht soo lange (knapp 2 Jahre bald), aber trotzdem gibt es für den mittlerweile hochwertigeren Content weniger Kommentare als ein Blogpost vor 2 Jahren, bei dem ich nur eine Stunde investiert und nur ein paar Bilder hingeklatscht habe.
    Ich nehme auch an, dass es ein bisschen an Instagram und Co liegt, irgendjemand hatte das Wort Fast Food Medien genannt. Warum auch viel Text und Blogs lesen, wenn man auch fix to-go Bildchen sehen kann?
    Mein Blog wäre für mich auch niemals ersetzbar durch andere Medien, genau wie bei dir. Schade, dass gerade viele tolle Blogger doch eher nur noch auf Twitter oder Instagram aktiv sind :(

    • Ricarda
      Vor 10 Monaten

      Ja das ist schade – aber vielleicht findet ja auch mal wieder ein umdenken statt? Das wäre doch schön!

  • Vor 10 Monaten

    Genau das was ich mir auch so oft denke. Ich habe meinen Blog in den letzten Monaten immer wieder vernachlässigt, aber jetzt wieder richtig Lust zu bloggen. Gleichzeitig frage ich mich immer wieder: für wen eigentlich. Und am Ende gebe ich mir selbst die Antwort: für mich.

    Trotzdem finde ich es schade, dass die Interaktionen und Leser seit Beginn meiner Bloggerzeit immer stetig gesunken sind. Gleichzeitig haben viele Blogger, denen ich gerne gefolgt bin, aufgehört zu bloggen und sind hauptsächlich auf Instagram unterwegs – schade irgendwie, steckt doch hinter einem Blog soviel mehr.

    Letztendlich sehe ich es ganz wie du und habe es ganz ähnlich vor einer ganzen Weile mal so für mich formuliert: der Blog ist das eigene Zuhause, da ist man nicht nur zu Besuch. Daher kann ich mir ein digitales Dasein ohne Blog gar nicht mehr vorstellen.

    Schön ist es auch deinen Blog entdeckt zu haben, über Twitter. Ich komm jetzt öfter hier vorbei glaube ich :)

    • Ricarda
      Vor 10 Monaten

      Ja, nicht alle halten durch – leider! Aber was Anfangs bei Instagram so einfach war, ist es jetzt eben auch nicht mehr! Du hast das schön formuliert – auf dem Blog ist man eben nicht nur zu Besuch! Ich würd mich freuen wenn Du öfter vorbei schaust!

  • Vor 10 Monaten

    Liebe Ricarda, ein sehr interessanter Beitrag, über dessen Thema ich mir auch schon Gedanken gemacht habe – als Bloggerin und als PR-Beraterin. Denn Firmen sehen zunehmend das sich schnell drehende Rad der Instagrammer und Snapchatter als „quick win“, während die Zusammenarbeit mit Bloggern doch etwas mehr Zeit und Vorbereitung bedeutet. Dabei sehe ich – gerade aus Blogger-Perspektive – das Ganze wie Du: Ohne die eigentliche Content-Plattform ist alles andere nur „Schall & Rauch“. Denn wo landen denn all die Instagram-Bildchen und Snapchats auf Dauer? Gleichzeitig bleibt natürlich die Frage: Sehen wir Blogger das vielleicht auch nur deshalb so, weil wir wissen, wie viel Mühe und Herzblut in unseren Blogs steckt? Und: Bedienen wir nicht ohnehin eine andere Zielgruppe? Eine, die liest, sich Zeit nimmt, auch mal etwas ausdruckt (!)? Die 14jährigen Beauty-Bloggerinnen bedienen da eine völlig andere Zielgruppe: Eine die „always on“ ist und schnell den neuesten heißen Scheiß sehen will…
    Ich hab‘ für mich als Blogger die Antwort darin gefunden, dass mein Blog meine Homebase bleibt.
    Als PR-Mensch beobachte ich die anderen Kanäle noch, würde da aber immer von Ziel und Mehrwert ausgehen, bevor ich Empfehlungen ausspreche. Ein Blog muss nicht immer die richtige Wahl sein…

    • Ricarda
      Vor 10 Monaten

      Das ist eine spannende Sicht, die Du hier reinbringst. Es stimmt natürlich das die jüngere Zielgruppe anders unterwegs ist – ich habe Kinder im Teenageralter und weiß wovon ich spreche. Vielleicht ist ein Blog nicht immer die richtige Wahl, und ich bin ja auch auf vielen anderen Netzwerken aktiv. Trotzdem würde ich nicht aufhören zu bloggen, um mich nur noch einem der Netzwerke zu widmen. Vielleicht liest in 5 Jahren kein Mensch mehr Blogs, aber vielleicht ist auch Instagram dann schon Geschichte! Who knows? :)

  • Vor 10 Monaten

    Ich bin da voll bei dir. Ich treibe mich auch überall rum, bei mir ist es vor allem Twitter und dann noch Slack-Channels, in denen ein Austausch stattfindet. Aber mein Blog, das ist mein Zuhause. Da kann ich machen, was ich will. Da ändert sich nur etwas, wenn und wie ich das will. Ich habe ein Hausrecht und die Dinge liegen bei mir. Das ist der große und wesentliche Unterschied, der mir sehr wichtig ist.

    Am liebsten wäre mir eine vollintegrierte Lösung, wie sie zum Beispiel Felix Schwenzel von wirres.net hat. Der hat sich das so hinprogrammiert, dass wirklich alles in seinem Blog stattfinden kann. Automatisiert. Somit werden unter jeden Beitrag Kommentare aus sämtlichen Netzwerken gecrawlt und angezeigt. Sein Blog ist sein Zuhause und der zentrale Punkt, an dem alles gesammelt wird, egal, wo es stattfindet.

  • filzgewandt
    Vor 10 Monaten

    …vielleicht sollte man sich mal wieder auf die wesentlichen Dinge besinnen, und Qualität vor Quantität setzen…deshalb gerne weiter so, nur Mut!

  • Isabella
    Vor 10 Monaten

    Liebe Ricarda,
    bezüglich der geringen Interaktion auf dem Blog selbst: Meistens kommentieren nur Menschen, die selbst Blogger sind und zumindest nebenbei hoffen, dass vielleicht jemanden dadurch auch auf ihren Blog kommt. Ich kann das natürlich verstehen, ich habe selbst eine Zeit lang einen Blog geführt (jetzt nicht mehr).
    Und warum ist das so? Weil Kommentieren einfach Zeit kostet und viele Beiträge (ich spreche hier von der allgemeinen Bloggerwelt) schlicht und einfach inhaltsleer sind und bloße Kopien anderer Blogbeiträge (wenn schon nicht inhaltlich, dann zumindest ideologisch).
    Mich stimmt das traurig, viele schreiben mehrmals die Woche, ohne wirklich etwas zu schreiben… Es wird ja oft Qualität vor Quantität propagiert (s. Kommentar von filzgewandt), aber kaum einer hält sich daran.

    Ich weiß, dieser Kommentar ist nur indirekt mit deinem Thema verknüpft, aber das ist mir durch den Kopf geschossen, als ich den Beitrag gelesen habe.
    Wohl weil ich befürchte, dass Beiträge auf Instagram, Snapchat & Co noch inhaltsleerer sind. Und das ist leider irgendwie wahr: Auf Snapchat kann man nur noch ein schnelles, qualitativ meist minderwertiges Foto stellen zusammen mit einer Mini-Zeile Text.
    Was soll da groß drinstehen?

  • Danke für diesen schönen Post!

    ich muss ehrlich sagen: Social Media ist nicht so mein Ding..
    ich bin kaum noch bei Facebook unterwegs, instagram ist wie mein persönliches Fotoalbum.. egal was die Follower sagen, wie viele es sind etc. Ich will mein Leben nicht in Snapchat ausbreiten.. aber ich LIEBE meinen Blog!
    Mein kleines Tagebuch das ich gerne teile….
    Ohne geht’s nicht.. selbst ohne Leser würde ich weiter bloggen.. die hatte ich ja vor 4 Jahren auch noch nicht :)

    Viele liebe Grüße

    Franzy

  • Vor 10 Monaten

    Hallo Ricarda, danke für deinen Post! Auch ich verfolge schon eine gewisse Weile diese Entwicklung im Bezug auf die Blogs und ich muss sagen ich finde es schade wie es sich entwickelt hat. Ich blogge zwar nicht so lange wie du, auch nicht so regelmäßig, deshalb halten sich meine Followerzahlen auch im Rahmen, aber trotzdem merke auch ich diese Entwicklung, dass weniger kommentiert und gelikt wird.
    Auch wenn ich mit meinem Blog kein Geld verdiene, demotiviert das enorm und ich hatte in der Vergangenheit schon überlegt meinen Blog zu schließen. Mich aber zum Glück dagegen entschieden. Ich mag das was ich tue, und ich brauche es als Ausgleich zu meinem Alltag, mal mehr mal weniger (deshalb auch der unregelmäßige Content) aber ich liebe das was ich mache, und mache es gerne. Und die Grundlage dafür ist mein Blog, ohne meinen Blog finde ich facebook sinnlos… (da die Timeline inzwischen fast nur noch aus Werbung besteht und auch die privaten Kontakte immer weniger interagieren) Ebenso ist beobachte ich die Entwicklung bei instagram.
    Kurz um, ich für meinen Teil muss sagen, bloggen ohne meinen eigentlichen Blog kommt für mich nicht in Frage. Den das Blog spiegelt soviel mehr wieder, als ein kurzer Post bei facebook oder Ínstagram – und solange ich bloggen möchte werde ich es weiterhin hauptsächlich auch auf meinem Blog tun!

    Liebe Grüße, Dori

    PS.: einen ähnlichen Beitrag habe ich letztens bei mymirrorworld.com gelesen, falls er dich intererssiert.

  • Vor 10 Monaten

    Liebe Ricarda, zunächst freu ich mich einfach mal, dass sich unter dem Beitrag so viele Kommis tummeln – bloggen ist eben doch nicht tot ;) Für mich sind meine Blogs definitiv meine Babys – ich nutze die Social Media Kanäle, um Menschen darauf aufmerksam zu machen, dass es sie gibt, Selbstzweck sind sie nicht. Mir persönlich geben Likes auf Instagram zum Beispiel niemals so viel wie ein persönlicher, liebevoller Kommentar auf meinem Blog. Der Austausch, den ich über den Blog mit meinen Lesern habe, ist so viel intensiver. Ein Herzchen ist in Sekundenschnelle gedrückt und so fühlt es sich für mich auch an. Für viele junge Menschen scheint aber die Aufmerksamkeitsspanne immer kleiner zu werden, auf den Blogs werden nur noch die Bilder kurz gescannt – das ist Schade. Aber in einer Generation, in der Bücher höchstens für die Schule gelesen werden und die Freizeit in 140 Zeichen passt, auch nicht verwunderlich. So, das war jetzt aber genug ü30-früher-war-alles-besser-Geschwätz :D Trotzdem glaube ich, dass Blogs mit gutem und bereicherndem Content nicht aussterben – ob sie die große Masse erreichen, ist vielleicht nicht immer sicher, aber aufhören damit? Niemals! :) Liebe Grüße! Kea

  • Vor 10 Monaten

    Liebe Ricarda, stimmt, ein Blog erfordert Aufmerksamkeit. Sowohl von dem, der es schreibt, als auch vom Leser. Dass viele Blogger nur noch auf Instagramm und anderen „Fast-food“-Platformen zugange sind, liegt vielleicht auch daran, dass sie einfach überall dabei sein wollen und deswegen nur noch kleine Schnipsel von sich verteilen können. Vielleicht wollen sie es auch einfach nicht anders, weil man ansonsten vielleicht zuviel von sich selber preis gibt. Überall dabei, aber nirgends richtig…
    Danke für diesen Beitrag, der mir aus der Seele spricht.
    Grüßle
    Ursel

  • Vor 10 Monaten

    Liebe Ricarda,

    eben…genau so und nicht anders.

    Ich lese ich immer wieder vom Rückgang des Blog lesen und kommentieren. Ich glaube für jeden der einen Blog anfängt ist es „sein Baby“ und „ein Tagebuch“. Klar, freut man sich dann auch, wenn die Mühe belohnt wird und man einen Beitrag kommentiert aber manchmal ist es eben auch nur für mich und für später.

    Ja, Instas heile Welt…ich gebe auch zu ich schaue sie mir lieber an als meine Wäscheberge oder Unordnung….aber ein bisschen mehr Realität (ich muss mich da dringend auch an meine eigene Nase fassen) wäre schon nicht schlecht. Dabei war ich doch im Blogst Kurs bei Claretti und wollte danach doch damit anfangen Schuhe ins Bild zu werfen :-))….hat noch nicht ganz geholfen….ich brauche einen Refresh!

    Schön, fände ich es auch, wenn nicht alle Instas die einen Blog haben, die Blogfotos ausschlachten für eine Woche von einem Blogbeitrag…..mich langweilt das immer ein wenig und daher like ich dann auch nicht so gerne mehr. Das Aufmacherbild ist etwas Anderes aber nicht alle Blogbilder auf Insta durch nudeln…..

    Viele liebe Grüße nach Köln und „go“ for Blog!!
    Susanne

  • Vor 10 Monaten

    Für mich ist der bz. mein Blog auch das Herzstück von Allem. Alles andere ist für mich nur kurzfristige Beschäftigung umd die Leser/Follower immer auch Up-to-Date zu halten. Aber klar, ich finde es auch komisch, dass man zum Teil mehr Feedback bei Instagram als auf dem Blog bekommt. Ich bin total gespannt, wo das alles hin führt.
    LG Jojo

  • Vor 10 Monaten

    bloggen ohne blog geht garnicht! Ich finde instagrammen und bloggen ist zwar ein unterschied (evtl aber auch nur weil ich bei nstagram etwas „ungeplanter und spontaner poste), aber ich will auf beides nicht verzichten.
    ch finde es sehr schade, dass die kommentare auf dem blog so abnehmen. haben wir nicht damals viel mehr kommentiert? also auch blogger gegenseitig…. noch vor 1-2 jahren hatte ich liebe kommentare von blogfreundinnen, die jetzt leider nur noch „bloggen“ und herzchen verteilen….
    bei jedem kommi denke ich „wow toll da hat sich jemand wirklich hingesetzt und worte verfasst“ ein kommentar hat halt immer mehr wert als ein schnelles like oder herzchen.

  • Vor 10 Monaten

    Deine Punkte kann ich alle gut nachvollziehen. Was noch dazu kommt: Ich bin jetzt seit den 90er-Jahren im Netz, blogg(t)e dabei unter verschiedenen Domains/Namen und habe seitdem so vieles kommen und gehen sehen. Es gab Zeiten, da konnte man sich ein Netz ohne AOL, geocities, ICQ und Altavista nicht vorstellen. Und jetzt kräht nach diesen „Big Playern“ kein Hahn mehr, die Namen sagen sogar vielen Menschen gar nichts mehr.

    Ich möchte nicht abhängig davon sein, dass Menschen irgendwo in den Staaten die richtigen Entscheidungen treffen, wenn ihre Netzwerke wachsen und professionalisiert werden. Meine Inhalte sind meine Inhalte, deswegen habe ich da gerne selbst den Hut auf. Instagram, facebook und Co. sind nett, aber wenn sie morgen dicht machen, dann bleibt mir eben noch mein Blog als Homebase, von der aus ich dann wieder in See stechen kann, um den nächsten „ganz heißen Scheiß“ auszuprobieren. Immer wissend, das ich nicht von dem Zeug abhängig bin. Das macht mich deutlich freier als es die Netzbürger sind, die lediglich auf bestimmten Kanälen unterwegs sind.

  • Vor 10 Monaten

    Ein spannender Beitrag, danke dafür! Mindestens genau so spannend sind auch die Kommentare hier zu lesen. Ich selber blogge ja auch, auch ich kann sagen, es ist mein liebgewonnenes „Baby“. Außerdem nutze ich facebook ( weil es recht viele auf meine Posts aufmerksam macht) und Instagram (weil es mir Spaß macht). Twitter und alles andere habe ich sein gelassen. Ich konzentriere mich lieber auf die Kanäle, die ich am liebsten hab. :)
    Ich finde es auch spannend, wie die „Online-Reise“ weitergeht. Eigentlich wünsche ich mir ja auch ein bisschen eine Rückkehr der Menschen in die reale Welt. Auch wenn das meinem Blog wohl nicht gut täte. ;)
    LG Karina

  • Vor 10 Monaten

    Hallo Ricarda!
    Für mich ist der Blog nach wie vor das Wichtigste. Ich habe damit angefangen und die anderen Medien nutze ich als Add-on und um Beiträge zu promoten. Ohne Blog fände ich es komisch, das ist ja mein Fundament. Wenn Instagram von heute auf morgen beschließt, dicht zu machen, dann stehe ich nämlich ohne was da. Mein Blog ist zwar noch bei Blogger und auch nicht ganz sicher, aber den habe ich wenigstens komplett gespeichert und im Notfall könnte ich ihn woanders wieder aufziehen.
    LG Steffi

  • Vor 10 Monaten

    Sehr interessanter Beitrag. Ich muss gestehen, dass ich seit Instagram auch nicht mehr so viele Blogs lese, aber dann dafür um so intensiver. Ich finde es zum Beispiel gut, wenn Blogger über soziale Medien auf einen neuen Post aufmerksam machen. Fehlendes Verständnis muss ich aber äußern, wenn ich lese, wie manche sich feiern, wenn eine gewisse Anzahl von Followern erreicht wird. Das kann ich nicht nachvollziehen. Ich blogge auch noch nicht so lange und es stimmt, ein Foto auf Instagram ist schnell gemacht, ein Post dauert und kostet viel Zeit, macht dafür aber umso mehr Freude! Und die Kommentare sind auch mir wesentlich wichtiger als Herzchen oder Seitenaufrufe.

  • Vor 10 Monaten

    liebe ricarda!
    dein statement im letzten absatz kann ich voll bestätigen. gehöre ich doch zu den 50+-bloggerinnen, die das medium blog mit 40+ für sich entdeckt haben und gerne teilen, was sie bewegt. und es ist ein lebenszeichen für all die,
    die ich nicht so oft sehen kann und sich darüber freuen, etwas von mir zu sehen und zu lesen.
    vielleicht sind blogs eher was für leseratten, die gerne fotografieren und
    ansonsten auch gerne selbst etwas auf die beine stellen oder einfach nur viel erleben und sich vor allem die zeit nehmen, das auch zu dokumentieren. mich hat von anfang an das leicht journalistische daran interessiert. konnte ich doch nicht irgenwelchen blödsinn schreiben und
    musste auch recherchieren und quellen benennen. und zwar strikt.

    es hat auch etwas mit kontinuität und disziplin zu tun. man kann sich sammeln und etwas auf einen punkt bringen. das macht bis heute spass. aus diesem grund bleibt mein blog mein dock!
    ahoi und weiter so allen, die es ähnlich sehen.
    liebe grüße!

  • Vor 9 Monaten

    Ein schöner Post, danke dafür. Ich habe auch überlegt, ob es noch einen Blog braucht, weil ich auch so ein großer Instagram-Fan bin (und dort tatsächlich auch wenig kommentiere und meist nur die Bilder ansehe). Aber ein Blog bietet Platz für mehrere Fotos in einem Artikel, für anständige Links und einen Ort, wo alle Infos gesammelt sind. So wie du sagst – die Basis, um das der Rest dann kreist.

    Herzliche Grüße
    Mona

  • Vor 8 Monaten

    Vielen Dank für die Erwähnung.

Ich freue mich über einen Kommentar!

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